Heute ist der 28. Mai 2026 und wir blicken auf einen Prozess zurück, der in Wiener Neustadt für viel Aufregung gesorgt hat. Der Hauptangeklagte, Beran A., und sein Komplize Arda K., beide erst 21 Jahre alt, stehen im Verdacht, Teil einer terroristischen Zelle gewesen zu sein, die einen Anschlag auf ein Konzert von Taylor Swift geplant hatte. Der gesamte Verlauf hat die österreichische Öffentlichkeit in Atem gehalten, und das Urteil wird am Abend erwartet.
Der Prozess drehte sich um mutmaßlich verhinderten Terroranschläge, die am 9. August 2024 während dreier geplanter Konzerte in Wien stattfinden sollten. Aber die österreichischen Behörden haben durch Hinweise des US-Geheimdienstes von den Anschlagsplänen erfahren und die Konzerte letztlich abgesagt. Beran A. hat seine Pläne vor Gericht gestanden und erklärte, dass sich sein Verhältnis zur Religion seit Anfang 2024 durch den Einfluss von Islamisten verändert habe. Es ist kaum zu fassen, wie ein junger Mann, der aus einem kleinen Dorf stammt, in solch düstere Gedanken abdriften kann.
Der Plan und die Verhaftungen
Die Tragik der gesamten Situation zeigt sich nicht nur in den Anschlagsplänen selbst, sondern auch in den Details, die ans Licht gekommen sind. Laut Staatsanwaltschaft war eine Schrapnell-Bombe fast fertiggestellt, und bei Beran A. zu Hause wurde sogar Sprengstoff gefunden. Er gab zu, dass er Anleitungen für den Bombenbau besaß und versuchte, eine Handgranate sowie Schusswaffen zu erwerben. Das Ziel des geplanten Anschlags waren die unzähligen Fans vor dem Konzertgelände – einfach unvorstellbar!
Beran A. und Arda K. planten auch drei weitere Anschläge im Namen des IS: in Mekka, Istanbul und Dubai, die am 11. März 2024 stattfinden sollten. Während sie ohne Erfolg aus Dubai und Istanbul zurückkehrten, kam es in Mekka zu einem blutigen Vorfall, als ihr Komplize Hasan E. mehrere Sicherheitsbeamte niederstach. Beran A. und Arda K. wird vorgeworfen, Hasan E. in seinen terroristischen Ambitionen bestärkt zu haben. Es wurde sogar offenbart, dass sie bis kurz vor der Bluttat telefonischen Kontakt mit ihm hatten und ihre Vorhaben besprachen.
Ein Blick in die Psyche
Beran A. beschreibt Hasan E. als das „Kopf“ des Trios und deutete an, dass er ohne ihn nicht zum radikalen Islam gefunden hätte. Irgendwie bedrückend, wie stark der Einfluss eines Einzelnen auf die Denkweise eines anderen sein kann. Der Prozess hat nicht nur rechtliche, sondern auch gesellschaftliche Fragen aufgeworfen. Wie kann es sein, dass junge Menschen, die eigentlich noch am Anfang ihres Lebens stehen, in solch eine Abwärtsspirale geraten? Beran A. hat sogar zugegeben, dass er sich intensiv mit dem Terroranschlag von 2020 in Wien auseinandergesetzt hat, da der Täter aus seinem Nachbardorf in Nordmazedonien stammte. Das lässt einen nicht kalt.
Die Schlussvorträge der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung sind für Donnerstagvormittag vorgesehen, und die Geschworenen werden sich zur Beratung zurückziehen. Bei einer Verurteilung drohen Beran A. und Arda K. lange Haftstrafen. Für Beran A. könnte es sogar bis zu 20 Jahre sein. Der Abend wird zeigen, wie die Geschichte weitergeht, und die Gesellschaft wird genau hinsehen.