Killer: Die Katze, die 30 Kilometer heimkehrte
Heute ist der 3.07.2026 und ich sitze hier in Waidhofen an der Ybbs, während die Sonne über den sanften Hügeln Niederösterreichs aufgeht. Manchmal gibt es Geschichten, die einfach das Herz berühren – wie die von einer Katze namens „Killer“. Sie ist nicht irgendeine Katze, sondern eine treue Fellnase, die es geschafft hat, über 30 Kilometer zurück zu ihrem Zuhause zu wandern. Seit vielen Jahren ist sie Teil des EVN Kraftwerksgeländes in Ernsthofen, und es gibt nichts, was ihre Verbundenheit mit diesem Ort besser beweisen könnte als ihr unermüdlicher Heimweg.
2019 wurde „Killer“ von Hannes Frühwald, einem Mitarbeiter der EVN, auf einen Bauernhof in Waidhofen an der Ybbs gebracht. Ein Umzug, der mehr als 30 Kilometer Luftlinie von der vertrauten Umgebung bedeutete. Aber schon zwei Wochen später, nach mehreren überquerten Gewässern und vielleicht auch einigen Abenteuern, stand „Killer“ wieder am EVN-Gelände in Ernsthofen. Man kann sich das Bild richtig vorstellen: Die kleine Katze, die mutig und entschlossen zurückkehrt, als hätte sie nie etwas anderes gewollt. So ist sie, die „Killer“ – ein Symbol der Treue, das auch sieben Jahre nach ihrem Heimweg immer noch von den Mitarbeitern geschätzt wird.
Die Fähigkeiten unserer Samtpfoten
Es ist kaum zu fassen, wie Katzen solch beeindruckende Wege zurücklegen können. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Hauskatzen und Streunerkatzen über ausgeprägte Sinne verfügen, die ihnen helfen, den Weg nach Hause zu finden. Ihr Geruchssinn ist atemberaubend – mit 200 Millionen Rezeptoren können sie Gerüche bis zu 4 Meilen wahrnehmen! Und das ist noch nicht alles: Katzen haben kegelförmige Ohren, die sich um 180 Grad drehen können, und ihre Nachtsicht ist einfach grandios. Wenn es dunkel wird, sind sie in ihrem Element.
Ein weiterer faszinierender Aspekt ist, dass Katzen sensibel auf das Erdmagnetfeld reagieren können. Das könnte erklären, wie „Killer“ den Weg zurückgefunden hat, auch wenn sie mehr als 30 Kilometer entfernt war. Es ist wie ein innerer Kompass, der ihnen den richtigen Weg zeigt. Dabei ist das Alter ein Faktor – ältere Katzen haben oft schlechtere Orientierungsfähigkeiten, während Freigänger mehr Erfahrung in ihrer Umgebung haben. „Killer“ hingegen hat ihre Wurzeln in Ernsthofen, und das zeigt sich in ihrem unerschütterlichen Heimfindeinstinkt.
Veränderungen und Instinkte
Es gibt viele Gründe, warum Katzen weglaufen. Veränderungen im Zuhause, wie neue Haustiere oder laute Geräusche, können sie dazu bringen, sich auf die Suche nach einem vertrauten Ort zu machen. „Killer“ hat sich wohl gedacht: „Das hier ist nicht mein Zuhause!“ Und schon war sie unterwegs. Katzen können sogar bis zu 128 Kilometer zurücklegen, wenn sie das Bedürfnis haben, zurück zu ihrer Familie zu finden. Das ist unglaublich, oder? Man fragt sich, wie viele Geschichten es da draußen gibt, die noch darauf warten, erzählt zu werden.
Für Katzenbesitzer ist es wichtig zu wissen, dass es einige Tipps gibt, um eine entlaufene Katze zurückzulocken. Ein Katzenklo vor die Tür stellen, den Futternapf draußen stehen lassen oder Decken und Kleidung auszulegen, die die Katze erkennt – all das kann helfen. Fenster und Türen offen zu lassen, ist ebenfalls eine gute Idee. Wer weiß, vielleicht kommt „Killer“ ja mal wieder vorbei, um uns ihre nächsten Abenteuer zu erzählen.
Eine Katze vermisst ihre Besitzer und kann menschliche Gesichter bis zu zehn Jahre lang erkennen. Das zeigt, wie stark die Bindung zwischen Mensch und Tier ist. Es ist diese tiefe Verbindung, die „Killer“ zurück nach Ernsthofen gebracht hat. Es ist einfach schön zu wissen, dass es solche Geschichten gibt und dass wir alle einen kleinen Teil dazu beitragen können, diese Bindung zu stärken.
Es ist schon bemerkenswert, wie „Killer“ nicht nur für die Mitarbeiter des EVN ein Teil ihres Alltags ist, sondern auch ein Zeichen für die Verbundenheit mit der Heimat. Am Standort Ernsthofen steht mittlerweile eine neu errichtete EVN Biomasseanlage, die zur nachhaltigen Energieversorgung in Niederösterreich beiträgt. Und während „Killer“ durch die Anlagen streift, zeigt sie uns, was es bedeutet, ein Zuhause zu haben und für dieses zu kämpfen.
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