Im Zentrum von Waidhofen an der Thaya tut sich was Spannendes! Die Wanderausstellung „Judentum im Waldviertel und in der österreichisch-tschechischen Grenzregion“ hat heute, am 1. Juli 2026, ihre Türen geöffnet. Und das Beste daran? Der Eintritt ist frei! Ganze 2 Monate lang, bis zum 13. September, können Besucherinnen eintauchen in die jahrhundertelange Geschichte des jüdischen Lebens in unserer Region. Die Ausstellungstafeln sind clever in leerstehenden Schaufenstern entlang eines Rundgangs im Stadtzentrum platziert. So kann man ganz entspannt durch die Straßen schlendern und die Geschichten entdecken, die hier in den letzten Jahrhunderten geschrieben wurden.

Was erwartet uns? Ein Blick auf das Alltagsleben jüdischer Familien, ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung und die Einschnitte, die das 20. Jahrhundert mit sich brachte. Die Schicksale sind so vielfältig und berührend – sie erzählen von persönlichen Höhen und Tiefen, von regionalen Entwicklungen und historischen Verbindungen, die über Staatsgrenzen hinweg reichen. Bürgermeister Josef Ramharter hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und betont, wie wichtig dieses Projekt für unser Verständnis der regionalen Geschichte und des kulturellen Erbes ist. Und das ist auch nicht von ungefähr: Diese Ausstellung ist Teil des INTERREG-Projekts ATCZ00119 CZONA, das den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Österreich und Tschechien fördert. Eine tolle Initiative!

Grenzenlose Zusammenarbeit

Die Verbindung zwischen den beiden Ländern wird nicht nur in dieser Ausstellung deutlich. INTERREG-Projekte wie „Denkmäler leben“ und „Kultur und Natur am Grünen Band erleben“ setzen sich für eine gemeinsame Entwicklung über Grenzen hinweg ein. Dabei steht das Ziel, kulturelle und natürliche Schätze zu bewahren und nachhaltig zu fördern, klar im Vordergrund. Durch enge Zusammenarbeit mit Partnerregionen wird die Destination gestärkt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weitergeführt. Es ist einfach beeindruckend zu sehen, wie solche Initiativen das Miteinander fördern und neue Perspektiven eröffnen.

Doch nicht nur in Waidhofen tut sich etwas. Ein weiteres spannendes Projekt wird ab April 2024 im Österreichischen Jüdischen Museum umgesetzt: Die Digitalisierung der Eigenbestände. Ziel ist es, die Museumsexponate für ein breiteres Publikum online zugänglich zu machen und auch nicht zugängliche Stücke sichtbar zu machen. Eine wichtige Maßnahme, um die jüdische Geschichte Österreichs zu dokumentieren und zu bewahren. Gerade im Burgenland, wo viele Geschichten und Schicksale auf eine digitale Rettung warten, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Geschichten leben weiter

In den kommenden Jahren wird es auch einen Fokus auf die „Spuren jüdischer Vergangenheit“ geben, um die digitale Sammlung des ÖJM zu erweitern. Neue Formate wie multimediale Online-Ausstellungen werden entwickelt, die das jüdische Erbe lebendig machen. Das ist nicht nur für Expertinnen, sondern auch für alle Interessierten spannend. Die Einladung an Burgenländer*innen, Erinnerungen, Dokumente und Objekte einzubringen, schafft eine Verbindung zur Vergangenheit und ermöglicht es, dass Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Eine echte Chance für alle, die sich ein Stück weit mit der Geschichte identifizieren wollen.

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Waidhofen an der Thaya wird also in den nächsten Monaten ein Ort lebendiger Geschichte, wo Erinnerungen wachgerufen und neue Perspektiven geschaffen werden. Es bleibt zu hoffen, dass viele Menschen die Gelegenheit nutzen, um sich mit diesen wichtigen Themen auseinanderzusetzen und gemeinsam zu lernen. Ein Besuch lohnt sich!

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