Die Donau, das plätschernde Lebenselixier Österreichs, machte am Sonntag, dem 17. Mai, wieder einmal von sich reden. Eine Radtour von Klosterneuburg nach Tulln lockte zahlreiche Radfahrer und Kunstenthusiasten an, trotz der etwas launischen Wetterprognosen. Die Veranstaltung war mehr als nur eine sportliche Betätigung; sie verband Kunst, Bewegung und die atemberaubende Donaulandschaft.
Die Teilnehmer machten sich auf den Weg, um vier Stationen des Projekts „INVENTAR 3“ entlang des niederösterreichischen Donauradwegs zu erkunden. Künstler Siggi Hofer, der die Gruppe begleitete, hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen – er thematisierte den Gegenwind, den sie spürten, auf eine poetische Art und Weise. Ein bisschen wie der Wind, der einem frisch ins Gesicht bläst, während man mit dem Rad unterwegs ist. Man konnte förmlich spüren, wie die Worte durch die Luft wehten und die Teilnehmer zum Nachdenken anregten.
Künstlerische Entdeckungsreise
Im Fokus der Radtour standen vier von insgesamt 27 ehemaligen touristischen Metalltafeln, die in einem neuen künstlerischen Gewand erstrahlten. An jeder Station warteten spannende Einblicke und kreative Impulse. Am Ziel, der Tullner Donaulände, war der Inventourbus eine willkommene Erfrischung – hier gab es nicht nur Stärkung für die müden Beine, sondern auch die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.
Die Abschlussveranstaltung bot den Teilnehmern zudem interessante Einblicke in die Entstehung des Projekts. Vanessa Lanschützer vom Donautourismus und Tullns Kulturstadtrat Peter Höckner berichteten begeistert über die Initiative, die Kunst und Natur miteinander verknüpft. Juliane Feldhoffer von der Agentur koernoe führte durch das Programm und wusste, wie man auch Passanten in ihren Bann zieht. Die Atmosphäre war lebhaft und inspirierend.
Besonders beeindruckend war, wie Siggi Hofer die poetischen Texte der Tafeln vortrug – sein Vortrag war ein Genuss für die Sinne. Das Publikum, darunter auch Euro-Velo-Vertreter Hannes Friedrich, war begeistert. Eine gelungene Symbiose aus Kunst und Natur, die nicht nur informierte, sondern auch berührte.
Ein Fest für die Sinne
Die Radtour war nicht nur ein sportliches Event, sondern auch eine Feier der Kreativität und der Gemeinschaft. An einem so malerischen Ort wie der Donau wird einem bewusst, wie vielschichtig und schön unsere Umgebung ist. Das Zusammenspiel von Kunst und Natur schafft Momente, die man einfach genießen muss – egal, ob man nun ein passionierter Radfahrer ist oder einfach nur die Schönheit der Landschaft schätzt.
Mit einem künstlerischen Kontext, der von Lisa Ortner-Kreil von der Landesgalerie Niederösterreich vermittelt wurde, wurde die Veranstaltung zu einem wahren Erlebnis. Solche Initiativen sind wichtig, um die Menschen zusammenzubringen und die Verbindung zur Natur zu stärken. Kunst kann Brücken schlagen – und genau das ist hier gelungen. Ein Tag, der in die Herzen der Teilnehmer einging und sicherlich noch lange nachwirken wird.