Es war ein spannender Tag an der HTS St. Pölten, als kürzlich eine usbekische Delegation die Türen öffnete, um die Geheimnisse der österreichischen Tourismusschulausbildung zu erkunden. Ja, genau! Vertreter des Bildungsministeriums, regionaler Tourismusbehörden und Fachkräfte aus dem Schul- und Hochschulwesen Usbekistans haben sich auf den Weg gemacht, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Neugier war groß, und das Interesse an den innovativen Ausbildungsmethoden, die hierzulande etabliert sind, war mehr als nur spürbar.
Direktor Michael Hörhan und Lehrerin Alexandra Huber führten die Delegation durch die Räumlichkeiten und gaben wertvolle Einblicke in die praxisorientierte Ausbildung im Tourismussektor. Es war fast so, als würde man in eine andere Welt eintauchen, in der Wissen und praktische Fähigkeiten Hand in Hand gehen. Die usbekischen Gäste zeigten sich sichtlich beeindruckt von den Möglichkeiten, die die HTS St. Pölten bietet, und es wurde schnell klar, dass sie Impulse für den Aufbau eines modernen Ausbildungssystems in ihrer Heimat gewinnen möchten.
Die Vision einer modernen Ausbildung
Die Delegation war auf der Suche nach Inspiration und konkreten Ansätzen, wie eine praxisnahe Tourismusausbildung in Usbekistan umgesetzt werden könnte. Dabei sind die Herausforderungen nicht zu unterschätzen: Ein Fachkräftemangel ist nicht nur in Österreich spürbar, sondern auch in anderen Ländern, die stark auf den Tourismus setzen. In Costa Rica, zum Beispiel, liegt der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt bei etwa 6,3 %. Dort hat eine Delegation ebenfalls den Austausch mit Deutschland gesucht, um mehr über die duale Ausbildung zu lernen. Der Fachkräftemangel ist ein Thema, das uns alle betrifft, und kreative Lösungen sind gefragt!
Um dem entgegenzuwirken, wurden in Costa Rica zwei neue Ausbildungsberufe eingeführt, die darauf abzielen, mehr Menschen für die Branche zu begeistern. Das zeigt, wie wichtig es ist, Ausbildungssysteme ständig zu modernisieren und anzupassen. Die Einbeziehung des Privatsektors spielt dabei eine entscheidende Rolle. Hier in Österreich kann man sehen, wie eng die Verknüpfung zwischen Ausbildung und praktischer Anwendung ist. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen von Ideen, die sich weiterentwickeln müssen, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.
Ein Blick über den Tellerrand
Die Besuche in Deutschland, die von der costa-ricanischen Delegation unternommen wurden, sind ein Paradebeispiel dafür, wie internationaler Austausch funktioniert. Man lernt voneinander, teilt Erfahrungen und passt die eigenen Systeme an. Es ist ein bisschen wie in der Gastronomie: Manchmal braucht es nur eine neue Zutat, um ein Gericht zum Leben zu erwecken. Und genau das könnte auch für die usbekische Delegation der Schlüssel zu einer erfolgreichen Umsetzung sein. Die Einblicke, die sie hier in St. Pölten gewinnen konnten, könnten sich als Gold wert erweisen.
Am Ende des Tages bleibt der Wunsch, den Austausch fortzusetzen. Denn letztlich ist es das Ziel aller Beteiligten, die Ausbildung im Tourismussektor zu stärken und damit nicht nur die Branchen, sondern auch die Länder miteinander zu verbinden. Der Weg ist steinig, aber mit jedem Schritt können neue Horizonte eröffnet werden – für Österreich und Usbekistan gleichermaßen.