In St. Pölten wurde am Mittwoch ein bedeutender Schritt in der Bildungslandschaft gesetzt: Der Spatenstich für die Generalsanierung und Erweiterung der Bildungsanstalt und Kolleg für Sozial- und Elementarpädagogik (BASOP/BAfEP) wurde feierlich begangen. Dieses Projekt ist von zentraler Bedeutung, da es darauf abzielt, einen modernen Bildungscampus zu schaffen, der den Anforderungen der Sozial- und Elementarpädagogik gerecht wird.
Das bestehende Schulgebäude hat seine besten Tage hinter sich und erfüllt längst nicht mehr die aktuellen technischen und räumlichen Anforderungen. Zudem hat es die Kapazitätsgrenzen erreicht. Im kommenden Schuljahr 2023/2024 wird der Schulbetrieb daher teilweise in externe Standorte ausgelagert, was die Dringlichkeit der Sanierung unterstreicht. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte bei der Eröffnungsfeier die immense Bedeutung optimaler Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und deren Begleiter.
Ein zukunftsweisendes Projekt
Bildungsminister Christoph Wiederkehr hob die Investition von rund 36,5 Millionen Euro hervor, die der Bund in dieses Projekt steckt. Dies ist nicht nur eine Investition in Gebäude, sondern auch in die Ausbildung von Fachkräften in der Elementar- und Sozialpädagogik, die für die Zukunft unserer Gesellschaft unverzichtbar sind. Die Abwicklung des Projekts erfolgt durch das Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement.
Das neue Gebäude wird nicht nur das bestehende Schulgebäude sanieren, sondern auch einen neuen Bereich schaffen, der Platz für einen fünfgruppigen Lehrkindergarten und einen Hort bieten wird. Insgesamt wird der Campus Raum für 620 Schülerinnen und Schüler, rund 150 Kinder im Lehrkindergarten und Hort sowie etwa 100 Lehrende bieten. Dieses Konzept steht im Zeichen der nachhaltigen Ressourcennutzung und berücksichtigt auch die Installation von Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung.
Ein Blick in die Zukunft der Bildung
Die Bundesbildungsanstalt für Sozialpädagogik und Elementarpädagogik (BAfEP/BASOP) in St. Pölten ist eine zentrale Ausbildungsstätte für die pädagogische Zukunft des Bundeslandes. Die Notwendigkeit der Sanierung und Erweiterung ergibt sich nicht nur aus dem baulichen Zustand, sondern auch aus dem steigenden Bedarf an Ausbildungsplätzen. Ab dem Schuljahr 2023/24 wird der Schulbetrieb provisorisch in Containern abgewickelt, was den Druck auf die bestehenden Strukturen zusätzlich erhöht.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und weitere Verantwortliche, wie Bildungsdirektor Karl Fritthum, betonen, wie wichtig diese Investitionen in die Bildung sind. Sie sind sich einig, dass die Qualität der pädagogischen Ausbildung entscheidend für die Zukunft unserer Kinder und der Gesellschaft ist.
Bildungsfinanzierung im Blick
Um die Bedeutung der finanziellen Investitionen in Bildung zu verstehen, ist es hilfreich, einen Blick auf die jährlichen Bildungsfinanzberichte zu werfen, die seit 2008 vom Statistischen Bundesamt erstellt werden. Diese Berichte fassen die wichtigsten Informationen zu Bildungsausgaben zusammen und bieten somit wertvolle Einblicke in die Finanzierung des Bildungssektors in Österreich. Im Jahr 2024 wurde beschlossen, diese Berichte zweijährlich zu veröffentlichen, um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ausgaben zu verbessern.
Mit dem Spatenstich in St. Pölten wird nicht nur ein neuer Campus initiiert, sondern auch ein starkes Zeichen für die Zukunft der Bildung und die Wertschätzung der pädagogischen Berufe gesetzt. Der Weg zu einer besseren Ausbildung für unsere Kinder und deren Begleiter hat mit diesem Projekt einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht.