Sichere Badesaison: Schwimmen lernen, Leben retten!
Heute ist der 25.06.2026 und in Niederösterreich spüren wir, wie die Sonne unermüdlich auf uns herabstrahlt. Die Badesaison ist in vollem Gange, und damit auch die Sorgen um die Sicherheit am Wasser. Vor kurzem wurde die Einsatzbilanz 2025 der Wasserrettung Niederösterreich präsentiert, und die Zahlen sind sowohl beeindruckend als auch alarmierend. Landesrätin Eva Prischl und Markus Schimböck, Präsident der Österreichischen Wasserrettung, haben am Seestützpunkt in St. Pölten die Bilanz vorgestellt. Rund 50.000 ehrenamtliche Stunden und 997 Einsätze, das sind fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine beachtliche Leistung, die zeigt, wie wichtig die Arbeit der Wasserrettung ist.
Doch während wir uns über diese Erfolge freuen, bleibt die Realität nicht aus. Jährlich ertrinken in Österreich rund 42 Menschen. Im Vorjahr waren es in Niederösterreich drei Todesfälle. Das ist eine ernüchternde Bilanz, die uns alle nachdenklich stimmen sollte. Eine Studie zur „Schwimmkompetenz“ zeigt, dass 630.000 Menschen in Österreich nicht schwimmen können. Fast ein Viertel schätzt seine Schwimmkenntnisse als unsicher ein. Das bedeutet, dass viele Menschen, insbesondere Kinder, in Gefahr sind. In Österreich können 137.000 Kinder zwischen fünf und 19 Jahren nicht schwimmen, und 76.000 haben nur geringe Schwimmfähigkeiten.
Schwimmen lernen ist lebensrettend
Prischl hat betont, wie wichtig Schwimmkenntnisse für die Sicherheit aller sind. Es ist kein Geheimnis, dass Schwimmen Leben retten kann. Mit der bevorstehenden Hitze und den Hitzewarnungen in Niederösterreich – man sollte wirklich darauf achten, genug zu trinken und die Sonne zu meiden – wird das Risiko von Bade- und Ertrinkungsunfällen steigen. Markus Schimböck weist darauf hin, dass die Freibäder unbedingt erhalten bleiben müssen, um Schwimmkurse anzubieten und die Fähigkeiten der Schwimmer zu festigen. Im Vorjahr wurden von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Wasserrettung 2.500 Schwimmausbildungen durchgeführt. Das Engagement von rund 1.600 Mitgliedern der Wasserrettung in Niederösterreich ist nicht zu unterschätzen – sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit an unseren Gewässern.
Die Aufsichtspflicht der Eltern ist nicht zu vernachlässigen. Hier muss ein klarer Appell an alle Eltern erfolgen: Achtet auf eure Kinder! Eine Schwimmboje kann ein unverzichtbares Hilfsmittel sein, wenn man in öffentlichen Gewässern schwimmt. All diese Maßnahmen sollen helfen, die Zahl der Ertrinkungsunfälle zu reduzieren. Ein Blick über die Grenze zeigt, dass die Situation auch in Deutschland besorgniserregend ist. Im Jahr 2022 ertranken dort mindestens 393 Menschen – 18 weniger als im Jahr zuvor, aber dennoch viel zu viele. Die meisten Badeunfälle ereigneten sich im Juni, wo an einem einzigen Wochenende 15 Menschen ihr Leben verloren.
Ein Aufruf zur Achtsamkeit
Die Botschaft ist klar: Schwimmen kann gefährlich sein – und das nicht nur für jene, die die Wasserwelt nicht beherrschen. Auch erfahrene Schwimmer müssen sich der Risiken bewusst sein, besonders bei hohen Temperaturen und Menschenmengen. Jeder von uns sollte sich fragen, wie gut wir wirklich schwimmen können und ob wir die nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Die Wasserrettung ist da, um uns zu schützen, aber jeder Einzelne ist auch für sich selbst verantwortlich. Mit einem bisschen mehr Achtsamkeit können wir alle dazu beitragen, dass die Badesaison nicht nur ein Vergnügen, sondern auch sicher bleibt.
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