Am 21. Mai 2026 war es endlich so weit: Der 4. Jahrgang der HAK Ybbs machte sich auf den Weg zum Flughafen Wien, um an der Veranstaltung „41. Logistik Dialog“ teilzunehmen. Begleitet wurden die SchülerInnen von den beiden engagierten Lehrerinnen, Frau Mag. Barbara Mittmasser und Frau Mag. Andrea Siebeneicher. Schon beim Eintreffen spürte man die Vorfreude in der Luft, und das Ganze wurde durch die herzliche Begrüßung von Herrn Dr. Roman Stiftner, dem Präsidenten der Bundesvereinigung Logistik Österreich, noch verstärkt.
Stiftner sprach über Themen, die uns alle betreffen: Resiliente Lieferketten sind nicht nur ein Schlagwort, sondern eine kritische Infrastruktur, die gerade in diesen Zeiten an Bedeutung gewinnt. Er erklärte, dass Wohlstand nicht durch übermäßige Regulierung erreicht werden kann, sondern durch Innovation, Investitionen und eine funktionierende Infrastruktur. Da wurde einem ganz klar, wie wichtig es ist, mit den Entwicklungen Schritt zu halten.
Technologie und Kreativität
Die Vorträge von namhaften Vertretern der Branche waren dann auch wirklich aufschlussreich. Sie beleuchteten die Herausforderungen, die durch geopolitische Umbrüche, die Energiekrise und den Wandel in der Infrastruktur sowie die digitale Transformation auf uns zukommen. Besonders interessant war die Diskussion über die Abhängigkeit globaler Versorgungsketten von funktionierenden Transportmodalitäten. Es wurde deutlich, wie sehr die aktuelle Lage uns alle betrifft.
Ein Highlight war die Präsentation neuer Technologien und nachhaltiger, klimafreundlicher Lösungen in der Logistik. Dabei wurde der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) hervorgehoben. Die SchülerInnen hörten gebannt zu, als es darum ging, wie wichtig kreatives Denken in allen Bereichen ist. Ein bisschen wie ein Aufruf an die nächste Generation, die Herausforderungen anzugehen und dabei auch neue Wege zu beschreiten!
Einblicke in die Logistik und Jobmöglichkeiten
Die SchülerInnen hatten zudem die Gelegenheit, sich in einer Ausstellung über Shuttletechnologien, Digitalisierung und Jobmöglichkeiten zu informieren. Es war faszinierend zu sehen, wie die moderne Logistik auch im österreichischen Bundesheer eine zentrale Rolle spielt. Auch die Grußbotschaft von Bundesministerin für Verteidigung, Frau Mag. Klaudia Tanner, gab einen Einblick in die Bedeutung der Logistik für die Sicherheit und Verteidigung unseres Landes. Und nicht zu vergessen der spannende Vortrag von Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Herrn KR Peter Hanke.
Ein Aspekt, der in der heutigen Zeit nicht zu kurz kommen darf, ist die Lehre aus der Covid-19-Pandemie. Diese hat uns die Anfälligkeit unserer globalen und regionalen Versorgungssysteme vor Augen geführt. Die Notwendigkeit, resilientere Netzwerke zu schaffen, wird immer klarer. Das Projekt „ResKriVer“ vom Fraunhofer IML zeigt, wie man mithilfe von digitalen Plattformen Krisenvorsorge und -reaktion effizient gestalten kann. Echtzeitüberwachung, KI-gestützte Allokation und Szenarienentwicklung für Resilienzmaßnahmen – beeindruckend, oder?
Der Weg in die Zukunft
Die Idee der digitalen Zwillinge logistischer Systeme ist ein weiteres spannendes Konzept. Sie ermöglichen die Simulation von Lieferkettenstörungen, die Analyse von Schwachstellen und das Testen alternativer Logistikpfade. Im Grunde genommen gibt es hier ein unglaubliches Potenzial, um die Logistik der Zukunft intelligenter, resilienter und nachhaltiger zu gestalten.
Und so schließt sich der Kreis: Die SchülerInnen der HAK Ybbs haben an diesem Tag nicht nur viel gelernt, sondern auch einen spannenden Blick in die Zukunft der Logistik geworfen. Mit all den neuen Eindrücken und dem Wissen um die Herausforderungen und Chancen, die vor uns liegen, sind sie bestens gerüstet, um selbst ein Teil dieser dynamischen Branche zu werden.