Heute ist der 24.05.2026, und während wir hier in Neunkirchen das Pfingstfest feiern, gibt es viel zu entdecken und zu bedenken. Pfingsten – das dritte große Fest im christlichen Kalender, gleichauf mit Ostern und Weihnachten. Es findet immer am 50. Tag nach Ostern statt, was den Namen „Pfingsten“ erklärt, denn im Griechischen heißt es „Pentekoste“, also „fünfzigster Tag“. In diesem Jahr fällt der Pfingstsonntag auf den 24. Mai, und der Pfingstmontag folgt am 25. Mai. Ein langes Wochenende für viele, auch wenn die Geschäfte im Saarland an Feiertagen geschlossen bleiben. Hier gibt es Ausnahmen für Bäckereien und Blumenläden, die aber auch nicht aus dem Quark kommen dürfen, denn am Montag müssen selbst die schließen.

Pfingsten feiert die Aussendung des Heiligen Geistes und gilt als die Geburtsstunde der Kirche. An diesem Tag, so berichtet die Apostelgeschichte, erhielten die Jünger Jesu den Heiligen Geist. Sie konnten plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen und das Evangelium verbreiten – ein wahres Pfingstwunder! Das Bild von Feuerzungen und Tauben hat sich in der Kunst festgesetzt und ist auch heute noch ein Symbol für diese besondere Zeit. Jesus selbst kündigte den Heiligen Geist seinen Jüngern an, bevor er in den Himmel auffuhr. Ein Moment, der nicht nur für die Jünger, sondern für alle Gläubigen von großer Bedeutung ist.

Traditionen und Bräuche

Auch wenn die traditionellen Bräuche zu Pfingsten eher rar gesät sind, gibt es doch einige interessante Aktivitäten, die vor allem in ländlichen Gebieten gepflegt werden. In Süddeutschland zum Beispiel wird das Pfingstfeuer entzündet, was den Heiligen Geist symbolisieren soll. Hier im Saarland, naja, da ziehen die „Pfingstl“ oder „Latzmann“ von Tür zu Tür, um Spenden zu sammeln. Und dann sind da noch die Pfingstbäume, die aufgestellt und oft mit bunten Kreppbändern geschmückt werden. Das bringt Farbe in die Straßen und ein wenig Lebendigkeit in die Feiertage.

Im Bergischen Land gibt es das Pfingstsingen, bei dem junge Männer von Haus zu Haus ziehen und fröhliche Lieder anstimmen. Ein bisschen wie die Weihnachtsbotschaft – aber mit frühlingshaften Klängen! In der Pfalz und im Elsass ziehen Kinder mit einem geschmückten Handwagen, dem „Pfingstquack“, um Lebensmittel oder Geld zu sammeln. Und in ländlichen Gebieten wird der Pfingstochse festlich geschmückt und in einer Prozession geführt – das hat schon was, oder? Man könnte fast sagen, Pfingsten bringt die Gemeinschaft zusammen.

Die Bedeutung von Pfingsten

Pfingsten ist nicht nur ein Tag der Feierlichkeiten, sondern auch ein Tag des Nachdenkens. Papst Franziskus hat den Pfingstmontag zum „Gedenktag der seligen Jungfrau Maria, Mutter der Kirche“ erklärt. Diese Verbindung zur Mutter Gottes bringt eine zusätzliche Dimension in das Fest. Es geht also nicht nur um den Heiligen Geist, sondern auch um die Rolle Marias in der Kirche. Der Pfingstmontag wird zudem als „gebotener Feiertag“ betrachtet, und es ist Pflicht, an der Heiligen Messe teilzunehmen. Eine Festwoche wie früher gibt es nicht mehr – das hat sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil geändert. Aber die Feierlichkeiten rund um den Heiligen Geist und die Gemeinschaft bleiben lebendig.

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Die Osterzeit endet schließlich mit diesem Fest, und viele Gläubige bereiten sich darauf vor, indem sie die Pfingstnovene beten – ein neuntägiges Gebet, das die Vorfreude auf den Heiligen Geist steigert. In der Vesper wird der Hymnus „Veni creator Spiritus“ gesungen, und in der heiligen Messe wird die Pfingstsequenz vorgetragen. Ein Moment der Besinnung, der in der Hektik des Alltags oft verloren geht. Wer sich darauf einlässt, kann vielleicht etwas von der Kraft spüren, die an diesen Tagen in der Luft liegt.

Und so feiern wir an diesem Pfingstsonntag nicht nur die Aussendung des Heiligen Geistes, sondern auch das, was uns verbindet – die Gemeinschaft, die Traditionen und das gemeinsame Feiern. Ein Hoch auf das Pfingstfest!