In Neunkirchen brodelt es! Die Debatte um das Erholungszentrum hat eine neue Wendung genommen und FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler ist mitten im Geschehen. Mit Nachdruck und einer gehörigen Portion Leidenschaft hat er sich zu Wort gemeldet und betont, dass die Stadt vor einer entscheidenden Richtungswahl steht. Es geht hier nicht nur um ein Gebäude – es geht um die Frage: Wird Neunkirchen ein lebendiges Erholungszentrum haben oder enden wir mit einer alten Ruine? Fiedler ist sich sicher: Schließungen sind keine Lösung!
Seine Forderung ist klar: Das Erholungszentrum muss erhalten bleiben! Stattdessen sieht er die Schließung von Bädern als einen Fehler, der nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch die Familien und Vereine treffen würde. „Wir brauchen Planungssicherheit“, sagt er, während er auf die problematische Preiserhöhung der Saisonkarte für Kinder hinweist – von rund 30 Euro auf das Doppelte. Das sorgt für Unruhe und Unsicherheit unter den Familien. Und als ob das nicht genug wäre, kursieren auch Gerüchte über Schließtage, verschobene Kurse und sogar Kündigungen. Das macht die Lage nicht gerade leichter.
Politische Verantwortung und gesellschaftliche Stabilität
Fiedler kritisiert auch die ÖVP scharf für ihre Untätigkeit in den letzten 16 Jahren bezüglich des Bades. „Das ist ein Hilferuf, der mehr nach Wahlkampfstrategie klingt, als nach ernsthaftem Engagement“, schüttelt er den Kopf. Er fordert zudem, dass die hohen Energiekosten und deren Auswirkungen auf die Dienste nicht einfach ignoriert werden dürfen – hier müssen politische Maßnahmen her. Die FPÖ hat eine klare Agenda: Erhalt des Schwimmbades, leistbares Schulschwimmen, Respekt für die Mitarbeiter und eine Weiterentwicklung des Erholungszentrums. Das sind keine leeren Versprechungen, sondern essentielle Forderungen, um der Gemeinde eine Perspektive zu geben.
Doch das ist nicht nur eine lokale Angelegenheit. Der Tourismus, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich, ist stark betroffen von den Entscheidungen, die hier getroffen werden. Im Jahr 2019 beliefen sich die Gesamtausgaben für Reisen auf rund 37,65 Milliarden Euro, davon entfielen direkt und indirekt etwa 29,74 Milliarden Euro auf die Wertschöpfung. Der Tourismus trägt 7,5% zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung bei und ist besonders für wirtschaftlich schwächere Regionen von Bedeutung. Mit der Pandemie hat der Sektor enorm gelitten – über 30% der touristischen Wertschöpfung gingen 2020 verloren. Daher ist es umso wichtiger, dass Neunkirchen nicht nur als Freizeitdestination, sondern auch als Ort der Erholung und Begegnung erhalten bleibt.
In Anbetracht all dieser Faktoren wird klar: Die Zukunft des Erholungszentrums ist nicht nur eine lokale Frage, sondern hat weitreichende Folgen für die Region und darüber hinaus. Die nächsten Schritte müssen gut überlegt sein, denn sie betreffen die Lebensqualität und die wirtschaftliche Stabilität der Menschen hier. Neunkirchen steht vor einer Wahl, und die Entscheidung könnte weitreichende Konsequenzen haben – für die Gemeinde und die gesamte Region.