Am Samstag, den 21. März, findet im KOMMzentrum, Kleiststraße 30b in Neunkirchen, eine ganz besondere Veranstaltung statt: die Frauentanzparty. Von 17 bis 20 Uhr lädt das Quartiersmanagement der Kreisstadt Neunkirchen in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten des Landkreises Neunkirchen alle Interessierten zu einem bunten Abend ein. Unter dem Motto „Musik verbindet“ präsentieren internationale Frauentanzgruppen aus Neunkirchen und Umgebung ihre typischen Landestänze und bieten Mitmachaktionen an. Eine DJane sorgt für die passende musikalische Untermalung und gute Stimmung.

Besonders hervorzuheben ist das internationale Büffet, das von ehrenamtlich engagierten Frauen gespendet wird. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Für Fragen oder Anmeldungen können Interessierte Albena Olejnik unter der Telefonnummer (06821) 1796580 oder per E-Mail an quartier(at)neunkirchen.de sowie Heike Neurohr-Kleer unter (06824) 906-7142 oder h.neurohr-kleer(at)landkreis-neunkirchen.de kontaktieren. Diese Veranstaltung ist Teil eines Programms, das das Frauennetzwerk Neunkirchen anlässlich des internationalen Frauentags im März anbietet.

Der Internationale Frauentag und seine Bedeutung

Der internationale Frauentag, der jährlich am 8. März gefeiert wird, hat seine Wurzeln im Kampf für das Frauenwahlrecht, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und den Frieden. Die zweite Frauenrechtsbewegung, die in den 1960er und 1970er Jahren aufkam, brachte die Forderung nach „gleichem Lohn für gleiche Arbeit“ auf. In vielen Ländern wird dieser Tag als Festtag für Frauen gefeiert. In Neunkirchen wird das Tanzfest für Frauen am 9. März ebenfalls von 17 bis 20 Uhr im KOMMzentrum stattfinden, wo Tänze zum Mitmachen und moderne Tanzmusik angeboten werden. Wie auch bei der Frauentanzparty wird der Eintritt frei sein, und es ist für Essen und Getränke gesorgt.

Um die historische Bedeutung des internationalen Frauentags besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland. Bereits im späten 19. Jahrhundert forderten Frauen das Wahlrecht, und die Einführung des Weltfrauentags im Jahr 1911 gab diesen Forderungen eine internationale Bühne. Das Wahlrecht wurde schließlich nach der Novemberrevolution 1918 verkündet, was den Frauen in Deutschland erstmals die Teilnahme an Wahlen ermöglichte.

Aktuelle Herausforderungen und Errungenschaften

Trotz der Fortschritte in den letzten Jahrzehnten bestehen nach wie vor Herausforderungen. Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 6% weniger als Männer bei vergleichbarer Tätigkeit. Zudem übernehmen Frauen einen großen Teil der unbezahlten Sorgearbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und beziehen im Alter geringere Renten. In Führungspositionen sind Frauen seltener vertreten. So beträgt der Anteil der Frauen in Vorständen der 40 größten börsennotierten Unternehmen etwa 25%, und im Bundestag liegt der Frauenanteil bei etwa einem Drittel.

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Der internationale Schutz von Frauenrechten ist durch Abkommen wie CEDAW (1979) und die Istanbul-Konvention (2011) verankert. Deutschland setzt sich aktiv für die Umsetzung dieser Abkommen ein und beteiligt sich an internationalen Projekten für Frauenrechte. Die Bundesregierung bringt das Thema regelmäßig in internationalen Foren wie der EU, G7 und G20 zur Sprache.

Die bevorstehenden Veranstaltungen in Neunkirchen, wie die Frauentanzparty und das Tanzfest, laden dazu ein, die Errungenschaften der Frauenbewegung zu feiern und gleichzeitig auf bestehende Probleme aufmerksam zu machen. Sie bieten eine Plattform für Austausch, Vernetzung und die Stärkung der Gemeinschaft. Kommen Sie vorbei und werden Sie Teil dieses besonderen Ereignisses!