Der lange Weg zur Anerkennung: Markus Neumüllers Kampf gegen Long-Covid
Heute ist der 2.07.2026 und wir blicken auf eine bewegende Geschichte aus Neunkirchen, die uns alle berührt. Markus Neumüller, 50 Jahre alt, hat als Diplomkrankenpfleger und Long-Covid-Patient einen langen und steinigen Weg hinter sich. Nach seiner Erkrankung im März 2022 ist sein Leben nicht mehr dasselbe. Vor dem Virus war er ein gefragter Notarzt, der unter Druck glänzte – doch nun kämpft er gegen die Herausforderungen, die Long-Covid mit sich bringt.
Markus hat viel erlebt. 2005 half er nach dem verheerenden Tsunami in Thailand als Sanitäter und widmete danach 25 Jahre seinem Beruf als Notarzt. Doch die Corona-Pandemie stellte alles auf den Kopf. Nach seiner Erkrankung konnte er keine Nachtdienste mehr übernehmen und verlor letztlich seine Stelle im Krankenhaus. Ein harter Schlag, zumal er Long-Covid als Berufserkrankung anerkennen wollte, um die Therapiekosten von seinem ehemaligen Arbeitgeber erstattet zu bekommen. Leider scheiterte das Verfahren vor dem Arbeitsgericht.
Ein Leben in Unsicherheit
Die letzten vier Jahre waren für Markus alles andere als einfach. Er sucht dringend einen Erwachsenenvertreter, da er Schwierigkeiten hat, sein Leben selbstständig zu regeln. Kognitive Einschränkungen machen ihm das Leben schwer, und Entscheidungen dauern oft länger als gewünscht. Manchmal sind sie sogar falsch. Da wird einem schon mal schwindelig, wenn man an die Herausforderungen denkt, die auf einen warten – vom Haus in Sieding bis zur gemieteten Lagerhalle, die er erworben hat. Wo soll das nur hinführen?
Am 7. Juli steht ein wichtiges Gespräch mit einer Richterin am Bezirksgericht an, das vielleicht Klarheit bringen kann. Es bleibt zu hoffen, dass er die Unterstützung erhält, die er so dringend benötigt. Umso schmerzhafter ist es, dass die Landesgesundheitsagentur (LAG) keine Informationen über die Anzahl der Mitarbeiter hat, die aufgrund ihrer Tätigkeit an Long-Covid erkrankt sind. Wer kann da noch nachvollziehen, wie viele Menschen betroffen sind?
Was heißt es, Long-Covid zu haben?
Long-Covid kann als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn die Infektion im beruflichen Kontext erfolgte. Das klingt einfach, aber viele Bedingungen müssen erfüllt sein. Beschwerden können auch auftreten, wenn anfangs keine Symptome da sind – ein echtes Schicksalsrad. Die gesetzliche Unfallversicherung ist der Schlüssel zur Anerkennung und zu den damit verbundenen Leistungen wie Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen. Doch die Hürden sind hoch! Lediglich bestimmte Berufsgruppen wie Beschäftigte im Gesundheitsdienst oder in der Wohlfahrtspflege haben eine realistische Chance auf Anerkennung. Und selbst dann – ein intensiver Kontakt zu einer ansteckenden Person muss nachgewiesen werden. Das ist wie ein Puzzle, bei dem einige Teile einfach nicht passen wollen.
Markus‘ Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass die Betroffenen sich selbst an ihren Unfallversicherungsträger wenden können, um Verdachtsfälle auf Berufskrankheiten zu melden. Hier sind Ärztinnen und Ärzte gefragt, die verpflichtet sind, solche Fälle zu melden. In Deutschland gibt es dafür eine strukturierte gesetzliche Unfallversicherung, die sich in drei Bereiche gliedert: Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand und landwirtschaftliche Unfallversicherung. Doch bei Unsicherheiten über den zuständigen Versicherungsträger? Da bleibt oft nur die Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung.
Wie geht es weiter für Markus? Ein weiterer Schritt in eine ungewisse Zukunft – voller Fragen und Hoffnungen. In dieser Geschichte steckt viel Menschlichkeit und der unaufhörliche Kampf um Anerkennung und Selbstständigkeit. Möge der 7. Juli für ihn eine Wende bringen.
Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unsere neue VeloCore-Umsetzung erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – umgesetzt durch Daniel Wom mit sauberem semantischem Markup, ausreichenden Kontrasten und voller Tastaturbedienbarkeit.
