Heute ist der 21.05.2026 und in Mödling brodelt es! Der lokale Busverkehr sorgt schon seit Jahren für Gesprächsstoff und nicht immer für Freude. Die Menschen hier haben das Gefühl, dass es an der Zeit ist, etwas zu verändern. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum: Der Mödlinger Stadtbus hat in den letzten drei Jahren eine eher bescheidene Auslastung gezeigt. An Schultagen sind durchschnittlich nur 80 bis 260 Fahrgäste pro Tag eingestiegen, während die Zahlen während der Ferien noch weiter in den Keller rutschen. Man fragt sich, wo die ganzen Leute bleiben – oder ob das Angebot einfach nicht attraktiv genug ist.

In der Stadtregierung ist man sich einig: Es braucht frischen Wind! Der Shuttle-Service der ÖVP wurde bereits wegen mangelnder Auslastung im Vorjahr eingestellt. Nun evaluieren Mödling und Perchtoldsdorf ihre Ortsbus-Angebote. Während der Mödlinger Stadtbus 2025 mit satten 530.000 Euro zu Buche schlagen wird, trägt die Stadtgemeinde den größten Teil der Kosten. Ein bisschen Unterstützung gibt’s vom Land NÖ, das etwa 33% übernimmt, und die Gemeinde Wiener Neudorf beteiligt sich mit 10.000 Euro pro Jahr. Aber die Frage bleibt: Lohnt sich das alles?

Ein neues Konzept in der Pipeline

Die Betriebszeiten des Stadtbusses sind alles andere als einladend. Montag bis Freitag von 6:30 bis 18:30 Uhr und das nur in einem eingeschränkten Gebiet – das schreit förmlich nach einer Überarbeitung! Ein neues Modell ist bereits in Arbeit, und Gespräche mit NÖVOG laufen. Das Ziel? Ein modernes, flächendeckendes Angebot zu schaffen, das die Bedürfnisse der Bürger besser abdeckt. Vielleicht wird dann auch die Zahl der Fahrgäste wieder steigen. Aber auch Perchtoldsdorf muss handeln: Ihr aktuelles Modell kostet jährlich rund 235.000 Euro und wird zum 30. Juni eingestellt. Die Gemeinde subventioniert zwar weiterhin Fahrten mit bestehenden VOR-Linien, doch auch hier ist die Frage nach der Effizienz mehr als berechtigt.

Die Perchtoldsdorfer Grünen sind mit der Entscheidung, den Ortsbus einzustellen, alles andere als einverstanden. Sie warnen, dass Mobilität ein Grundrecht ist und der Wegfall des Busses die soziale Mobilität beeinträchtigen wird. Außerdem macht man sich Sorgen über die Zunahme des Individualverkehrs – und damit auch über den CO2-Ausstoß. Klar, die Umwelt ist ein großes Thema, und gerade in Zeiten des Klimawandels müssen wir alle unseren Teil beitragen. Ist der Wegfall des Busses wirklich der richtige Schritt?

Förderungen und Zukunftsperspektiven

Die Gemeinde plant, mit verschiedenen Förderungen gegen die Mobilitätsprobleme anzukämpfen. Ab 1. Oktober 2026 soll eine Förderung für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen bis zu 500 Euro pro Person und Jahr eingeführt werden. Gleichzeitig bleibt die bestehende Förderung für Mobilitäts- und Energiekosten bei jährlich 150 Euro. Eine kleine Hilfe, aber reicht das aus, um die Menschen in Bewegung zu halten?

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Man sieht, die Situation ist komplex. Die Herausforderungen sind groß, doch die Ansätze zur Lösung sind vielversprechend. Mödling und Perchtoldsdorf haben die Chance, ihre Verkehrsangebote neu zu gestalten. Es bleibt spannend, ob wir in naher Zukunft eine positive Wende im öffentlichen Verkehr erleben dürfen. Für die Bewohner beider Gemeinden ist das Thema Mobilität essenziell – und vielleicht gelingt es ja, das Ganze so zu gestalten, dass sich wieder mehr Menschen für die öffentlichen Verkehrsmittel entscheiden. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!