In der kleinen, charmanten Gemeinde Höflein bei Bruck/Leitha trafen sich kürzlich rund 700 Bürgermeister, Gemeindefunktionäre und Vereinsvertreter zum „Forum Dorf & Stadt“. Ein echtes Schaulaufen der regionalen Akteure, die sich zusammenfanden, um über Themen wie Regionalentwicklung, Digitalisierung und Bürgerbeteiligung zu plaudern und zu diskutieren. So viele Köpfe, die alle eines im Sinn hatten: ihre Dörfer und Städte voranzubringen! Und das nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern ganz aktiv und engagiert.

Besonders bewegend war die Ehrung von über 100 „Dorfheldinnen und Dorfhelden“ aus Niederösterreich. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein schöner Titel, sondern ein Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement, das in den ländlichen Regionen oft unverzichtbar ist. Stephan Pernkopf, der LH-Stellvertreter, hob die Bedeutung der Dorferneuerung hervor und berichtete von beeindruckenden 900 bewilligten Projekten, die im Rahmen der Förderaktion „Stolz auf unser Dorf“ in den letzten drei Jahren realisiert wurden. Das zeigt, wie wichtig die Menschen hinter diesen Projekten sind – sie sind die wahren Motoren der Gemeinschaft!

Die Ausgezeichneten aus Mödling

Unter den Ausgezeichneten fanden sich auch sieben bemerkenswerte Mitbürger aus dem Bezirk Mödling, die mit ihrem Engagement einen Unterschied machen. Michaela Hollinsky aus Laxenburg ist nicht nur ehrenamtlich beim Roten Kreuz aktiv, sondern auch als First Responder zur Stelle, wenn es darauf ankommt. Josef Koppensteiner aus Guntramsdorf hat sich ebenfalls einen Namen gemacht – als langjähriger Gemeinderat und Kulturverantwortlicher hat er viele Projekte initiiert, die das kulturelle Leben bereichern.

Nepomuk Kunz aus Hinterbrühl ist in der Feuerwehr, der Kirche, der Jungschar und den Pfadfindern aktiv. Ein wahres Multitalent! Gerald Pitsch aus Biedermannsdorf kann auf über 30 Jahre Engagement bei „Die Festlmacher“ und beim Roten Kreuz zurückblicken. Er ist ein Beispiel dafür, wie viel Freude und Gemeinschaftssinn in der Organisation solcher Feste steckt. Der Gaadner Gerhard Poetsch ist bekannt für seine Hilfsbereitschaft und die tatkräftige Unterstützung seiner Nachbarn. Leopold Wurth aus Perchtoldsdorf setzt sich leidenschaftlich für den Weinbau und die Bewahrung der Weinbautradition ein, während Walter Jirka aus Mödling als Forscher zur Mödlinger Geschichte glänzt – insbesondere, wenn es um die Waisenhauskirche und das Hyrtl’sche Waisenhaus geht.

Gemeinschaft und soziale Dorfentwicklung

Das Thema des ehrenamtlichen Engagements schließt sich nahtlos an die Diskussion über soziale Dorfentwicklung an, wie sie bei der Abschlusskonferenz der Fördermaßnahme „Soziale Dorfentwicklung“ in Bitburg-Mötsch behandelt wurde. Hier wurden 36 BULE-Projekte vorgestellt, die mit 2,4 Millionen Euro gefördert wurden, um die soziale Struktur in den Dörfern zu stärken. Eine bemerkenswerte Zahl – drei Viertel dieser Projekte haben die Herausforderungen über die Förderperiode hinaus gemeistert und sind in den Dörfern fest verankert.

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Wichtige Aspekte dabei sind Begegnungen zwischen den Gruppen, ehrenamtliches Engagement und die Förderung von Teilhabechancen. Der partizipative Prozess des „Dorf-Lokalmanagements“ zeigt, wie wichtig es ist, dass Dörfer wissen, was sie brauchen. Es geht darum, gemeinsam bauliche und soziale Prozesse zu entwickeln, um die Lebensqualität vor Ort zu steigern. Das klingt alles sehr vielversprechend und lässt hoffen, dass auch in Zukunft viele Projekte realisiert werden können.

Aktive Gestaltung der Zukunft

Die Arbeit in der Dorf- und Regionalentwicklung ist eine aufregende Herausforderung – das merkt man den engagierten Menschen an, die sich dafür einsetzen. Sie bringen nicht nur Kommunikationsstärke und Geduld mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für städtebauliche und architektonische Themen. Ihre Fähigkeiten in Bürgerbeteiligung und Moderation sind gefragt, wenn es darum geht, unterschiedliche Meinungen in Einklang zu bringen und alle Stimmen zu hören.

Egal ob bei Telefonberatungen oder Vor-Ort-Terminen, das Ziel bleibt dasselbe: Die Unterstützung der Bürger*innen bei Förderanträgen. Es ist ein erfüllendes Gefühl, wenn sichtbar wird, wie alte landwirtschaftliche Höfe saniert werden oder neue Treffpunkte entstehen. Und auch wenn nicht jeder Antrag beim ersten Mal genehmigt wird, bleibt die Motivation hoch. Schließlich gilt es, die Bevölkerung zu ermutigen, dranzubleiben und sich weiterhin für ihre Projekte einzusetzen. Denn manchmal sind es die kleinen Schritte, die die größten Veränderungen bewirken.

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