Die Basketballwelt in Österreich hat wieder einmal einen Grund zum Feiern: Die BK Duchess Klosterneuburg haben ihren Titel in der win2day Basketball Damen Superliga eindrucksvoll verteidigt. Mit einem klaren 72:62-Sieg im entscheidenden dritten Spiel der „best-of-5“-Finalserie gegen UBI Graz sicherten sich die Klosterneuburgerinnen nicht nur den Meistertitel, sondern beendeten die Saison auch mit einer beeindruckenden Bilanz von 23 Siegen und null Niederlagen.
Die Stimmung in der Halle war elektrisierend, als über 600 Fans das entscheidende Spiel verfolgten. Klosterneuburg zeigte eine starke Leistung und dominierte schon in den ersten beiden Finalbegegnungen mit 23 bzw. 20 Punkten Vorsprung. Ein entscheidender 15:0-Run ab Mitte des zweiten Viertels führte schließlich zur Vorentscheidung in der Partie. Im Laufe des Spiels konnten gleich vier Spielerinnen von Klosterneuburg zweistellig punkten, wobei Sina Höllerl mit 18 Punkten, 9 Rebounds und 5 Assists als Finals-MVP hervorstach. Auch in den ersten beiden Partien brillierte Höllerl mit 22 bzw. 23 Punkten.
Ein Grund zur Freude für Klosterneuburg
Der Meister-Headcoach Diana Picorusevic äußerte sich stolz über den Erfolg ihres Teams und insbesondere über die herausragende Leistung von Höllerl. Für den Verein bedeutet dieser Titel bereits den fünften Meistertitel in seiner Geschichte. Auch der Gewinn des Cup-Bewerbs in dieser Saison unterstreicht die Dominanz der Klosterneuburgerinnen im österreichischen Basketball.
Aber auch UBI Graz hat Grund zur Freude. Nach einem spannenden Viertelfinalspiel, das sie mit 87:85 gegen die Flyers Wels gewannen, zogen sie ins Semifinale der win2day Basketball Superliga ein. Dort treffen sie ab dem 7. Mai auf Kapfenberg. In der Viertelfinalserie konnte Graz mit 3:1 überzeugen, auch wenn sie bis zur 35. Minute meist zweistellig zurücklagen und dann mit einem bemerkenswerten 13:0-Run das Ruder herumrissen. Top-Scorer Zach Laput war dabei mit 25 Punkten maßgeblich am Erfolg beteiligt.
Spannung in den B2L-Finals
Während Klosterneuburg die Meisterschaft feiert, richtet sich der Blick auch auf die B2L-Finals, wo ein heißes Niederösterreich-Derby zwischen den UKJ Mistelbach Mustangs und den Union Deutsch Wagram Alligators bevorsteht. Mistelbach hat Heimvorteil und spielt bereits im vierten Finale in Folge, während die Alligators zum zweiten Mal nach 2024 im Finale stehen. Die ersten beiden Saisonspiele haben die Mustangs bereits gegen die Alligators gewonnen, und die Spannung könnte kaum größer sein.
Die ersten Spiele der B2L-Finalserie sind für den 2. Mai 2026 in Mistelbach, gefolgt von einem Rückspiel am 9. Mai 2026 und einem möglichen dritten Spiel am 14. Mai 2026 angesetzt. Hier wird sich zeigen, ob die Mustangs ihren Heimvorteil nutzen können oder ob die Alligators den Titel für sich reklamieren werden.
Ein Blick auf die nationale Basketballszene
Die Erfolge der Klosterneuburgerinnen sind nicht nur ein Grund zur Freude für die Fans, sondern auch ein positives Zeichen für den österreichischen Frauenbasketball insgesamt. Die österreichische Basketballnationalmannschaft der Damen, organisiert vom Verband Basketball Austria, hat eine bewegte Geschichte und spielt seit 1934 unter dem FIBA-Dach. Während die Nationalmannschaft in der Vergangenheit an mehreren Europameisterschaften teilnahm und einige Titel bei kleineren Turnieren erringen konnte, bleibt der große internationale Durchbruch bislang aus. Dennoch ist der Weg für die nächsten Generationen geebnet, und Spielerinnen wie Höllerl setzen neue Maßstäbe.
Die Entwicklungen in der österreichischen Basketballszene zeigen, dass der Sport lebt und wächst, sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene. Mit Talenten wie Sina Höllerl, die im Sommer an die University of Oklahoma wechseln, ist die Zukunft des österreichischen Basketballs vielversprechend.