Am 9. März 2026 fand in Mistelbach der schulinternen digBiz Award an der HAK/HAS Mistelbach statt. In einem spannenden Wettbewerb präsentierten die Teams innovative digitale Geschäftsideen, die die Jury aus Fachleuten und Klassensprechern der 4CK und 4DK begeisterten. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll das kreative und unternehmerische Potenzial der Schüler:innen.
Den ersten Platz sicherten sich Anna Benitschka und Katharina Lederle mit ihrem Projekt Brandfluencer. Diese Website nutzt KI-gestütztes Matchmaking, um Unternehmen mit Influencer:innen zu verbinden, und bietet ein Treuhand-Zahlungssystem, das sicherstellt, dass die erbrachten Leistungen vor der Auszahlung erfolgen. Darüber hinaus enthält die Plattform ein integriertes Chat-System, Kampagnen-Management und Statistik-Dashboards. Das Siegerteam darf sich über ein Preisgeld von 300 Euro von der Raiffeisenbank im Weinviertel freuen und hat sich somit für den österreichweiten Wettbewerb in Vöcklabruck qualifiziert.
Die weiteren Plätze und ihre Ideen
Den zweiten Platz errang das Team Green Advantage bestehend aus Manuel Krameß, Nicolas Redl, Sebastian Pontiller und Julian Pontiller. Ihre App und Website belohnen nachhaltiges Verhalten durch ein integriertes Treueprogramm und einen Nachhaltigkeits-Tracker. Sie erhielten ein Preisgeld von 200 Euro vom Rotary Club Weinviertel Marchfeld.
Der dritte Platz ging an Swiperoo, entwickelt von Pascal Weinmayer und Laura Grad. Diese Anwendung hilft Lernenden, ihren Lernstoff zu strukturieren und sich optimal auf Prüfungen vorzubereiten, wobei KI für personalisiertes Lernen, digitale Karteikarten und einen Prüfungsmodus zum Einsatz kommt. Das Team erhielt 100 Euro vom Rotary Club Weinviertel Marchfeld.
Künstliche Intelligenz: Ein wachsender Markt
Die beeindruckenden Projekte der Schüler:innen spiegeln den aktuellen Trend wider, dass Künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation spielt. Laut einer Schätzung wird der weltweite Markt für KI im Jahr 2024 auf 230 bis 305 Milliarden US-Dollar geschätzt und bis 2030 auf ein Volumen von 1,8 Billionen US-Dollar anwachsen. Aktuell nutzen bereits 78 % der Unternehmen KI für mindestens eine Geschäftsfunktion, und 89 % der Kleinunternehmen setzen KI-Technologie für alltägliche Aufgaben ein.
Die Bandbreite an KI-Geschäftsideen ist enorm. Von KI-gestützten Chatbots über personalisiertes Marketing bis hin zu Anwendungen in der medizinischen Diagnostik und Betrugserkennung – die Möglichkeiten sind vielfältig und bieten großes Wachstumspotenzial. Besonders interessant ist, dass 57 % der deutschen Unternehmen aktiv an KI-Themen arbeiten und 78 % sie eher als Chance denn als Risiko sehen, trotz der Herausforderungen, die der Einsatz von KI mit sich bringt, wie Datenschutz, rechtliche Unsicherheiten und interne Widerstände.
Chancen und Herausforderungen für Unternehmen
Der Einsatz von KI-Technologien eröffnet nicht nur neue Geschäftsfelder, sondern auch Effizienzsteigerungen und Wettbewerbsvorteile. Eine Bitkom-Studie zeigt, dass 37 % der Unternehmen konkret in KI-Technologien investieren und 75 % dies in den kommenden Jahren planen. Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass kulturelle Veränderungen notwendig sind, um KI erfolgreich zu implementieren. Hierbei spielen klare Kommunikation und Weiterbildung eine entscheidende Rolle.
Das MOIN-KI-Schema bietet eine strukturierte Herangehensweise zur Planung und Umsetzung von KI-Projekten in acht Schritten. Ziel ist es, die nachhaltige Implementierung von KI-Technologien voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern.
Insgesamt zeigt der digBiz Award an der HAK/HAS Mistelbach, wie talentiert und innovativ die Jugend ist und wie wichtig es ist, diese Talente zu fördern – nicht nur für die Schüler:innen selbst, sondern auch für die Zukunft der Wirtschaft in Österreich und darüber hinaus.