Frühjahrsputz für die Umwelt: 20 Jahre gemeinsames Engagement in Krems-Land
Heute ist der 16.06.2026 und es gibt Grund zur Freude! In Krems-Land wird in diesen Tagen der NÖ Frühjahrsputz gefeiert – eine der größten Umwelt-Mitmachinitiativen des Landes. Ein Blick auf die letzten 20 Jahre zeigt, wie viel hier schon erreicht wurde. Im Jahr 2006 wurde die Aktion „Wir halten Niederösterreich sauber“ ins Leben gerufen, und seitdem haben sich rund 630.000 Menschen an etwa 14.000 Sammelaktionen beteiligt. Das ist ja wirklich eine beeindruckende Zahl! Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Hände da zusammengearbeitet haben, um unsere Natur von rund 2.000 Tonnen Abfall zu befreien.
Besonders die Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt die Bedeutung des freiwilligen Engagements hervor. „Es ist einfach genial zu sehen, wie viele Menschen sich für unsere Umwelt einsetzen“, sagt er. Und das Engagement ist nicht nur auf die großen Aktionen beschränkt: Im Jahr 2026 haben sich etwa 51.000 Freiwillige an rund 1.000 Sammelaktionen beteiligt und dabei rund 159 Tonnen Müll gesammelt. Das zeigt doch, dass die Bereitschaft zur Verantwortung für die Umwelt nicht nachlässt. Und ja, auch die Fundstücke sind manchmal mehr als nur kurios: Badewannen, Toiletten und sogar Stofftiere wurden aus Wiesen und Wäldern gerettet! Das ist schon ein bisschen schräg, oder?
Ein Platz für unsere Helden
Die Veranstaltung wird nicht nur durch die tatkräftigen Helfer lebendig gemacht, sondern auch durch die musikalische Begleitung der Band „BOSSA CLUB“ mit der talentierten Sängerin Helena May. Dazu kommen die spannenden Vorträge, wie jener von der Umweltpsychologin Sabine Pahl, die über die Herausforderungen der Plastikverschmutzung spricht. Mikroplastik ist mittlerweile ein ernstes Problem – es hat seinen Weg in unsere Gewässer, Tiere und sogar in den menschlichen Körper gefunden. Die Unklarheit über die gesundheitlichen Folgen sorgt für ein mulmiges Gefühl. Ehrlich gesagt, das ist ein Thema, das uns alle angeht.
Doch nicht nur hierzulande, auch international gibt es Bewegung in der Sache. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat in einer Analyse über 200 Kilogramm Müll gesammelt – und dabei erstaunliches festgestellt: 95 Prozent der gefundenen Verpackungen waren Einwegprodukte, hauptsächlich aus Plastik und Einwegglas. Die Hauptverursacher? Lebensmitteleinzelhandel und der To-Go-Bereich! Marken wie Aldi, Burger King und Coca-Cola sind da ganz vorne mit dabei. Zigarettenstummel und Kronkorken machen ebenfalls einen großen Teil des Mülls aus.
Ein Umdenken ist nötig!
Janine Korduan, eine Expertin des BUND, fordert eine bessere Mehrweg-Infrastruktur im Einzelhandel. Denn die deutsche Mehrweg- und Recyclingindustrie steht wegen billigen Neuplastiks und hoher Energiekosten unter Druck. Das klingt nach einer echten Herausforderung! In anderen Ländern wie Frankreich und Spanien gibt es bereits ambitionierte Einwegreduktionsziele – die fordern bis zu 100 Prozent Reduktion von Einwegverpackungen. Das könnte auch für uns in Österreich ein Weg sein. Schließlich könnte die Mehrheit der Menschen Mehrweg bevorzugen, wenn es einfach und günstig ist.
Die Forderung nach einem ambitionierten Verpackungsgesetz wird lauter. Es wird Zeit, dass wir uns zusammenraufen und die Politik in die Pflicht nehmen. Immerhin zahlen wir in Deutschland 1,4 Milliarden Euro für die EU-Plastiksteuer. Das Ziel? Plastik vermeiden und Recycling fördern. Und die Hersteller sollten auch ihren Teil dazu beitragen, indem sie den Aufbau und die Finanzierung von Mehrwegsystemen übernehmen. Es ist höchste Zeit für ein Umdenken!
Also, auf geht’s! Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Natur nicht nur heute, sondern auch in Zukunft sauber bleibt. Mit unserem Engagement können wir viel bewegen, und jeder kleine Schritt zählt. Wer weiß, vielleicht findet sich ja beim nächsten Frühjahrsputz auch das ein oder andere Schnäppchen unter dem Müll – oder einfach nur die Gewissheit, dass wir alle einen Beitrag leisten können!
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