In Korneuburg tut sich aktuell einiges, und das nicht gerade im positiven Sinne. Die Signa Projektgesellschaft, die für die Entwicklung des ehemaligen Werftareals verantwortlich war, steckt bis zum Hals in Schulden – ganze 40 Millionen Euro. Damit steht nicht nur die Zukunft des Areals auf der Kippe, sondern auch die Pläne für eine attraktive Neugestaltung des Standortes.
Das Werftareal ist in mehrere Eigentumsbereiche aufgeteilt, was die Sache ziemlich kompliziert macht. Signa hält etwa 50 Prozent der Grundfläche, also rund 7,79 Hektar. Auf der anderen Seite sind die Stadt Korneuburg und der Stadtentwicklungsfonds SEFKO gemeinsam für 6,34 Hektar zuständig. Der Rest verteilt sich auf öffentliches Eigentum und private Flächen. Das bedeutet, dass für eine gesamthafte Entwicklung des Areals ein Austausch zwischen den verschiedenen Eigentümern unerlässlich ist. Bürgermeister Christian Gepp hat bereits betont, dass die Stadt bei einem möglichen Verkauf einzelner Grundstücke strategische Flächen sorgfältig prüfen wird.
Die Zukunft der Werftinsel
Die ursprüngliche Idee hinter dem Projekt war eine Zusammenarbeit aller Beteiligten, doch die Insolvenz hat diese Pläne völlig durcheinandergewirbelt. Im Moment bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Die Insolvenzverwalterin hat die Aufgabe, das Immobilienvermögen im Sinne der Gläubiger zu verwerten. Gepp lässt keinen Zweifel daran, dass die Stadt weiterhin an einer planungsrechtlich abgestimmten Gesamtentwicklung festhält. Die Zielsetzung ist eindeutig: kein neuer Stadtteil, sondern ein Projekt, das echten Mehrwert für Korneuburg bieten soll.
Das, was wir in den nächsten Monaten sehen werden, ist also entscheidend. Die Stadtgemeinde ist nicht Gläubiger der insolventen Projektgesellschaft, was die Verhandlungen etwas erleichtern könnte. Dennoch gibt es keinen Zeitdruck, sondern vielmehr einen Druck auf die Qualität der Entwicklungen. Auf einer Betonleitwand am Arealeingang prangt der Spruch „Benko raus“, der eindrücklich zeigt, wie stark die Emotionen in dieser Angelegenheit sind.
Ein Blick in die Zukunft
Die Zukunft der Signa-Flächen ist alles andere als klar. Der Stand der geplanten Entwicklungen bleibt bis zum 21. Mai 2026 offen. Der vor Jahren entwickelte Masterplan, der eine Mischung aus Kultur, Freizeit, Arbeit und Wohnen vorsieht, ist weiterhin gültig. Die Stadt will sicherstellen, dass die Entwicklungen im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung stehen und die Lebensqualität in Korneuburg fördern. Man möchte die Bürger mit einbeziehen, um ein nachhaltiges und ansprechendes Umfeld zu schaffen.
Die Atmosphäre in Korneuburg ist gespannt. Die Bürger verfolgen die Entwicklungen mit bated breath – man möchte endlich Klarheit und positive Nachrichten zu hören bekommen. Und während die Stadt ihre strategischen Überlegungen anstellt, bleibt die Frage: Wie wird sich dieses Kapitel für die Stadt und ihre Bürger entfalten?