Ein neuer Kurs für Korneuburg: Birgit Eisenmagen als Wegbereiterin der Justiz
Am 15. Juni 2026 war es endlich soweit: Die offizielle Amtseinführung von Mag.a Birgit Eisenmagen als Präsidentin des Landesgerichts Korneuburg stand auf dem Programm. In einem feierlichen Rahmen, begleitet von kluger Gesellschaft, wurde die Nachfolgerin von Mag.a Andrea Hahn mit offenen Armen empfangen. Die Atmosphäre im Gerichtssaal war von herzlicher Dankbarkeit geprägt, als die scheidende Präsidentin Hahn verabschiedet wurde. Ihre Verdienste wurden von Vizepräsidentin Barbara Michalek besonders gewürdigt, die sie als „wandelndes Justizlexikon“ bezeichnete. Das kann man sich so vorstellen – eine wandelnde Bibliothek voller Wissen und Erfahrung!
Ein ungewöhnlicher, aber sehr berührender Moment war, als die Ehemänner von Hahn und Eisenmagen Blumen erhielten – eine nette Geste, die die Unterstützung hinter den Kulissen honorierte. Die Anwesenheit von prominenten Gästen wie Justizministerin Anna Sporrer und Katharina Lehmayer, der Präsidentin des Oberlandesgerichts Wien, verlieh dem Anlass zusätzliche Bedeutung. Eisenmagen, die zuvor als Vizepräsidentin des Landesgerichts St. Pölten tätig war, wechselte nach Korneuburg und brachte viele Erfahrungen mit. Sie ist sich der Herausforderungen bewusst, die auf sie warten, vor allem im Hinblick auf die Veränderungen, die durch den Einzug der Künstlichen Intelligenz in den Gerichtsbetrieb mit sich bringen werden. Eisenmagen betont, dass KI niemals menschliche Entscheidungsträger ersetzen kann – da sind wir uns wohl alle einig!
Ein neues Kapitel beginnt
Die neue Präsidentin Eisenmagen, die am 1. Oktober 1997 zur Richterin ernannt wurde, hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Sie leitete eine arbeits- und sozialgerichtliche Abteilung und wurde 2010 zur Vorsteherin des Bezirksgerichts Neulengbach ernannt. Ihr Weg führte sie weiter zum Landesgericht St. Pölten, wo sie seit Oktober 2021 als Vizepräsidentin tätig war. Ihre Ernennung zur Präsidentin des Landesgerichts Korneuburg trat sie am 1. Dezember 2025 an. In ihrer neuen Rolle wird sie nicht nur das Korneuburger Gericht führen, sondern auch den gesamten Sprengel, der Klosterneuburg, Schwechat, Bruck, Gänserndorf, Hollabrunn und Mistelbach umfasst. Das ist ganz schön viel Verantwortung, aber Eisenmagen scheint das mit Leichtigkeit zu meistern.
Die Verabschiedung von Andrea Hahn war ein emotionaler Moment, und viele Gratulationen erreichten sie, da sie künftig Präsidentin des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien sein wird. Unter den Gratulanten waren unter anderem Bürgermeister Christian Gepp, Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich und Landespolizeidirektor Franz Popp. Witzigerweise wurde auch der Präsident der Richtervereinigung, Dr. Gernot Kanduth, gesichtet, der seine Glückwünsche überbrachte – ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Justiz!
Frauen an der Spitze
Ein weiterer interessanter Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte, ist der steigende Frauenanteil in der Justiz. Das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz von 1993 hat die Grundlage für die Förderung von Frauen im Justizbereich geschaffen. Und die Zahlen sprechen für sich: Stand 1. Jänner 2022 waren 58,10% der Richter:innen weiblich, ebenso wie 53,72% der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Frauenförderungspläne sind in der Justiz mittlerweile keine Seltenheit mehr und beschreiben konkrete Maßnahmen zur Gleichbehandlung und Förderung von Frauen in Führungspositionen – und das macht einfach Freude!
Die heutige Amtseinführung von Birgit Eisenmagen ist ein weiterer Schritt in Richtung Gleichstellung und eine Bestätigung dafür, wie wichtig es ist, dass Frauen in Führungsrollen sichtbar sind. Es bleibt spannend, wie sie ihre Ideen und Visionen umsetzen wird und wie sich die Justiz unter ihrer Führung weiterentwickeln wird. Korneuburg hat mit ihr an der Spitze definitiv eine starke Persönlichkeit gewonnen!
Ein modernes Nachrichtenportal muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb haben wir unser Magazin mit VeloCore konsequent nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom.
