Schwäbisch Gmünds Leerstandsmanagement: Aufblühen oder Ausbluten?
In Schwäbisch Gmünd tut sich was! Das Leerstandsmanagement der Stadt kann weitergeführt werden, und das ist eine wirklich gute Nachricht für alle, die den Charme der Innenstadt schätzen. Dank einer Verlängerung der Förderung durch das Bundesprogramm BIWAQ wird die wichtige Arbeit in der Stadt bis zum 30. September 2028 gesichert. Doch, wie es so oft ist, gibt es auch hier einen Haken: Die Finanzierung ist befristet. Wie es aussieht, wird eine 80-Prozent-Stelle im Leerstandsmanagement von der Stadt finanziert, aber das wirft die Frage auf, wie es mit der Sicherheit der Mitarbeiter aussieht.
Wirtschaftsförderer Alexander Groll hat da einige Bedenken. Nach 15 Jahren im Geschäft, in denen er nie um die Sicherheit seines Gehalts bangen musste, sieht er die Unsicherheit für die Mitarbeiter im Leerstandsmanagement kritisch. Das ist verständlich, denn die Befristung der Stellen macht es nicht einfach, langfristig zu planen. Erfahrung und Kontakte sind für diese Arbeit entscheidend, und die fehlen nun einmal, wenn die Stellen nicht gesichert sind. Groll weist darauf hin, dass die städtische Haushaltslage der Grund ist, warum die Finanzierung nicht aus eigenen Mitteln erfolgen kann. Ein bürokratisches Hin und Her hat zudem dazu geführt, dass es eine lange Wartezeit auf den Förderbescheid gab; der Antrag wurde im Herbst 2025 gestellt, und der Bescheid kam erst am 26. Juni 2026. Ein bisschen viel Warterei für einen positiven Bescheid, oder?
Erfolgreiche Vermittlungen und Weiterbildungen
Die geförderten Bereiche in Gmünd sind die Innenstadt, Hardt und die Oststadt, und Groll sieht das Leerstandsmanagement als wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Ein tolles Beispiel für den Erfolg dieser Initiative ist die Vermittlung der Bäckerei Mayer, die ein neues Café am Europaplatz eröffnet hat. Das klingt nicht nur lecker, sondern zeigt auch, dass es möglich ist, aus Leerständen wieder lebendige Orte zu machen. Doch in der Gmünder Innenstadt sind derzeit auch etwa 50 Leerstände registriert. Das ist nicht gerade wenig, und da ist noch viel zu tun!
Ein weiterer Aspekt, der in diesem Zusammenhang interessant ist, sind die Bildungsangebote, die unter dem BIWAQ-Projekt laufen. Ab dem 15. April 2026 gibt es zahlreiche Deutsch- und Fachkurse, die auf Berufe in der Alten- und Krankenpflege ausgerichtet sind. Diese Kurse sind eine großartige Chance für Langzeitarbeitslose, um sich weiterzubilden und neue Perspektiven zu gewinnen. Die Kurse finden im Unipark und bei a.l.s.o. statt, und die Themen reichen von Krankheiten im Alter bis hin zu Kommunikation mit älteren Menschen. Der Austausch mit erfahrenen Dozenten wie Vera Holzwarth und Carina Deutscher könnte für viele Teilnehmer der Schlüssel zu einem neuen Job sein.
Ein starkes Netzwerk
Das BIWAQ-Programm hat sich seit 2008 auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile spezialisiert und setzt sich dafür ein, die Chancen der Bewohner zu verbessern. Durch die Kombination von lokalen Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktprojekten mit städtebaulichen Maßnahmen wird versucht, ein starkes Netzwerk zu schaffen, das den Menschen in diesen Gebieten zugutekommt. Die enge Kooperation mit Partnern vor Ort, wie Quartiersmanagement und lokalen Vereinen, ist dabei ein entscheidender Faktor. Schließlich stehen für die Förderperiode von 2021 bis 2027 rund 94 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus zur Verfügung – ein echtes Kraftpaket!
In Gmünd bewegt sich also einiges, und es bleibt spannend, wie sich die Situation rund um das Leerstandsmanagement und die Weiterbildungsmöglichkeiten entwickeln wird. Vielleicht wird der Europaplatz bald noch mehr zum Treffpunkt für Gmünder und Gmünderinnen, die nicht nur gutes Brot, sondern auch eine blühende Stadt erleben wollen!
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