Die politische Landschaft in den USA wird durch einen unerwarteten Wechsel im Verteidigungsministerium erneut aufgemischt. John Phelan, der für die Marine zuständige Staatssekretär der US-Regierung, verlässt seinen Posten mit sofortiger Wirkung. Dies wurde während der angespannteren Seeblockade der Straße von Hormus bekanntgegeben, die durch die sich zuspitzenden Konflikte im Iran gekennzeichnet ist. Unterstaatssekretär Hung Cao wird bis auf Weiteres die Geschäfte übernehmen. Das Verteidigungsministerium hielt sich jedoch mit einer Erklärung zu den Gründen für Phelans Abgang zurück.
Phelan trat im März 2025 sein Amt an und legte seinen Fokus auf die Stärkung des Schiffbaus und der maritimen Industrie. Innerhalb weniger Monate kam es jedoch zu Spannungen zwischen ihm und seinen Vorgesetzten, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Stellvertreter Stephen Feinberg. Letzterer war unzufrieden mit Phelans Fortschritten bei der Umsetzung einer neuen Schiffbau-Initiative. Im Dezember 2025 gab Phelan zudem gemeinsam mit Präsident Donald Trump Pläne für neue Schlachtschiffe bekannt, die den Namen des Präsidenten tragen sollen.
Die Seeblockade und ihre Auswirkungen
Die Personalie Phelan kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem die US-Marine eine entscheidende Rolle im Iran-Krieg spielt. Präsident Trump hat die Blockade der Straße von Hormus angekündigt, die am 13. April 2026 um 16 Uhr (MESZ) beginnen soll. Diese Blockade betrifft Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen, einschließlich der Häfen im Persischen Golf und Golf von Oman. Die US-Marine wird angewiesen, Schiffe zu stoppen oder zum Umkehren zu zwingen, die mit dem iranischen Ölgeschäft in Verbindung stehen. Tanker für Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind von dieser Maßnahme nicht betroffen.
Trump bezeichnet die Gebühr, die einige Schiffe an Iran gezahlt haben, als „illegale Maut“ und beschuldigt Teheran der „Erpressung“. Zudem plant er, iranische Seeminen zu zerstören. Die Situation im Persischen Golf ist angespannt: Mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten sind seit dem Beginn des Krieges am 28. Februar festgesetzt. Berichten zufolge gab es mindestens 21 Angriffe auf Handelsschiffe, die zu zehn Toten und weiteren Verletzten führten. Vor dem Krieg passierten täglich rund 150 Schiffe die Straße von Hormus; nun sind es nur noch vier oder fünf.
Reaktionen auf die Blockade
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge. UN-Vertreter haben die Lage als beispiellos seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bezeichnet. Irans Marine hat US-Kriegsschiffen bereits gewarnt, die Straße von Hormus zu durchqueren, und mit Angriffen gedroht. Trump kündigte an, militärische Maßnahmen gegen iranische Schnellboote zu ergreifen, falls diese sich der Blockade nähern sollten. Währenddessen äußert sich der österreichische Bundeskanzler Friedrich Merz skeptisch zu den Friedensverhandlungen und unterstützt diplomatische Bemühungen zur Lösung des Konflikts.
Die angekündigte Blockade wird unabhängig von der Nationalität der Schiffe durchgesetzt. US-Soldaten werden Schiffe beobachten, eskortieren oder abfangen, um die Kontrolle über die Passage der Straße von Hormus zu übernehmen. Trumps Ziel ist klar: Er möchte iranische Öleinnahmen kappen und den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen. Iran seinerseits bezeichnet die US-Blockade als „Akt der Piraterie“ und kündigt Reaktionen an. Die Situation bleibt weiterhin angespannt, während die Welt auf eine mögliche Wende im Konflikt hofft.