Am 30. April war es wieder so weit: In Hoheneich wurde der Maibaum traditionell händisch getragen und aufgestellt. Diese wunderschöne Tradition, die das Gemeinschaftsgefühl und die Verbundenheit der Dorfbewohner stärkt, soll unbedingt bewahrt werden. Der Verschönerungsverein hat sich zum Ziel gesetzt, diese alte Brauchtumspflege lebendig zu halten, und so machten sich die Männer der Gmünder Straße auf, um den geschmückten Baum zum Marktplatz zu tragen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause beim Feuerwehrhaus ging es voller Elan weiter. Die Aufstellung des Maibaums wurde von der Bläsergruppe Hoheneich musikalisch umrahmt, und die festliche Stimmung zog zahlreiche Gäste an. Darunter waren auch Bürgermeister Manfred Zeilinger, Vizebürgermeister Martin Wagensonner, Ehrenbürger Altbgm. Fritz Ledermüller sowie Bezirksjägermeister Kurt Spiesmaier, die sich alle der Tradition anschlossen und das Ereignis feierten. Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, ein Los zu kaufen, um den Maibaum zu gewinnen – der Erlös kommt einem guten Zweck zugute.

Maibaum-Traditionen in Österreich und darüber hinaus

Die Tradition des Maibaumaufstellens ist nicht nur in Hoheneich lebendig, sondern wird auch in vielen anderen Regionen Österreichs und sogar in Deutschland gefeiert. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise gibt es vielfältige Bräuche rund um den Maibaum. Im Kreis Düren müssen Männer das Recht ersteigern, um einen Maibaum aufstellen zu dürfen, was manchmal zu recht kostspieligen Versteigerungen führt. Hier können sogar Mairemmel mitsteigern und die Preise in die Höhe treiben.

In manchen Gemeinden müssen Junggesellenvereine für die Aufstellung des Maibaums bezahlt werden, oft in Form von Getränken. Sollte die Zahlung ausbleiben, könnte der Baum schnell wieder entfernt werden. Interessanterweise gibt es auch Orte, in denen Junggesellen bei Versteigerungen von „Maibräuten“ hohe Beträge bieten, um den Titel des Maikönigs zu erlangen. Auch in Hoheneich hat der Maibaum eine tiefe kulturelle Bedeutung, die die Dorfgemeinschaft zusammenbringt und den Frühling feiert.

Maibäume in verschiedenen Formen

Die Maibäume selbst sind oft mit Wappen der Ortschaften geschmückt und stehen in vielen Dörfern auf zentralen Plätzen. In Städten hingegen trifft man häufig auf geschmückte Masten anstelle von echten Bäumen. So wurden in Mönchengladbach im Jahr 2025 60 kleine Maibäume auf der zentralen Einkaufsstraße aufgestellt, während in Bochum traditionell eine Eiche ausgegraben und bei einem Festzug in die Innenstadt getragen wird.

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Die Tradition des Maibaumaufstellens ist ein wunderbares Beispiel für Brauchtumspflege und Gemeinschaftsgeist. In Hoheneich wird dies auf eine ganz besondere Art und Weise gelebt, die die Dorfbewohner jedes Jahr aufs Neue zusammenbringt. Ob in Österreich oder Deutschland, die Maibäume stehen symbolisch für den Frühling, die Freude am Leben und das Miteinander in der Gemeinschaft – ein Brauch, der Generationen verbindet und auch in Zukunft Bestand haben sollte.