Ein Schloss, das Geschichten erzählt: Verantwortung und Visionen beim Sommerempfang der Land- und Forstbetriebe NÖ
Der Sommerempfang der Land- und Forstbetriebe NÖ (LFBNÖ) hat kürzlich ein eindrucksvolles Kapitel in der Geschichte von Bruck an der Leitha aufgeschlagen. Im neu renovierten Schloss Prugg, das mit seinen über 800 Jahren Geschichte aufwarten kann, fanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie der Land- und Forstwirtschaft ein. Es war ein Abend, der nicht nur durch die beeindruckende Kulisse des Schlosses, sondern auch durch die vielen engagierten Stimmen der Anwesenden geprägt war.
Die Veranstaltung, die von Obmann Markus Hoyos im geschichtsträchtigen Ahnensaal eröffnet wurde, bot den Gästen die Möglichkeit, das Schloss bei einer exklusiven Führung näher kennenzulernen. Die über 400-jährige Geschichte des Schlosses wurde lebendig, während die Anwesenden durch die kunstvollen Räumlichkeiten schritten. Besonders Ernst Heinrich und Saba Harrach erhielten Anerkennung für ihr Engagement in der Revitalisierung des Schlosses, was man als Vorbild für den nachhaltigen Umgang mit historischem Eigentum betrachten darf.
Ein Zeichen der Verantwortung
In seiner Rede mit dem Titel „Themenführerschaft – Wir tragen Verantwortung“ machte Hoyos deutlich, wie wichtig die Rolle der Landnutzer für die Kulturlandschaft, die Versorgungssicherheit und die Biodiversität ist. Er kritisierte die zunehmende Regulierungsdichte und die bürokratischen Anforderungen, die viele Betriebe stark belasten. Ein Aufruf zur aktiven Übernahme der „Themenführerschaft“ in der nachhaltigen Landbewirtschaftung hallte durch den Innenhof des Schlosses, der nach der offiziellen Ansprache Raum für persönlichen Austausch und Diskussionen bot. Hier wurde klar, dass die Notwendigkeit, die Landnutzung aktiv zu gestalten, mehr denn je im Fokus steht.
Das Schloss Prugg, das nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten nun für die Öffentlichkeit zugänglich ist, wurde als neuer Ort der Begegnung, Kultur und Geschichte gefeiert. Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) äußerte seine Freude über diese Öffnung, die der Stadt neue kulturelle Perspektiven eröffnet. Dank Ernst Heinrich Harrach wird die Geschichte des Schlosses für die Bevölkerung greifbar, was zu einem stärkeren Bezug zur regionalen Identität führt.
Ein kulturelles Erbe bewahren
Im Kontext der Veranstaltung wurde auch die Bedeutung des landwirtschaftlichen Kulturerbes hervorgehoben. Im Sinne des GIAHS-Programmes der FAO, das ein schützenswertes landwirtschaftliches System mit traditioneller Nutzung in den Vordergrund stellt, ist die Erhaltung solcher historischen Stätten von großer Bedeutung. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft hat die HBLFA Raumberg-Gumpenstein beauftragt, diesen Prozess zu begleiten. Die Kriterien für die Aufnahme ins GIAHS-Programm sind hoch, aber sie bieten die Chance, wertvolle Elemente der österreichischen Landwirtschaft zu zeigen und neue Impulse für kleinstrukturierte Produktionsverfahren zu setzen.
So bleibt das Schloss nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein Symbol für die Verantwortung, die wir gegenüber unserem kulturellen Erbe und der Umwelt tragen. Es ist ein Ort, an dem alte Mauern neue Geschichten erzählen und wo die Menschen zusammenkommen, um über die Herausforderungen und Chancen der Zukunft nachzudenken. Die Resonanz der Veranstaltung war überwältigend und zeigt, dass die Bevölkerung bereit ist, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Kulturlandschaft zu beteiligen.
Für regionale Nachrichtenportale ist die lokale Relevanz und Auffindbarkeit von besonderer Bedeutung. Unser Website-System wurde daher technisch so optimiert, dass regionale Suchanfragen und lokale Strukturen optimal unterstützt werden – bei gleichzeitig hoher Performance und redaktioneller Flexibilität. Realisiert wurde das Projekt von Daniel Wom / VeloCore.
