In der malerischen Region um Baden bei Wien, wo die Hügel sanft in die Ferne gleiten und der Duft von frisch gebackenem Brot in der Luft schwebt, wird der Trend zu regionalen Produkten immer stärker. In den Wirtshäusern des Bezirks kommen die köstlichen Erdäpfel und die Eier direkt von den heimischen Bauern auf die Teller. Das ist nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Zeichen von Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte. Seit 2023 ist in Großküchen, Pflegeheimen, Schulen und Betriebskantinen die Kennzeichnung regionaler Produkte Pflicht. In der lokalen Gastronomie bleibt es jedoch den Wirten überlassen, ob sie diese Transparenz bieten möchten.
Erfreulicherweise haben sich bereits 180 Wirte in Niederösterreich der Partnerschaft mit den heimischen Landwirten angeschlossen und tragen stolz das Gütesiegel „AMA Genuss Region“. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt die Vorteile der Herkunftskennzeichnung hervor – sowohl für die Wirte als auch für die Bauern. Die Bezirksbauernkammer, vertreten durch Johann Krammel, betont die hohen Standards der österreichischen Landwirtschaft, kritisiert aber gleichzeitig den bürokratischen Aufwand, der den Landwirten oft das Leben schwer macht.
Ein Blick in die Gastronomie
Eine Umfrage unter Konsumenten zeigt deutlich: Die Herkunftskennzeichnung ist den Gästen wichtig! Es schafft Vertrauen und Wertschätzung für die harte Arbeit der Bauern. Regionalität schlägt auch in anderen Berufen Wurzeln – etwa bei den Fleischhauern und Mühlen, die ebenfalls von diesem Trend profitieren. In Österreich werden täglich 2,2 Millionen Mahlzeiten außer Haus verzehrt, und die Herkunftskennzeichnung ist für Gastronomen von großer Bedeutung. Für viele ist es fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass ihre Produkte aus der Region stammen.
Reinhard Dungel vom Weingut Dungel ist ein Beispiel für die Überzeugung, dass Transparenz und Regionalität Hand in Hand gehen. „Die Herkunftskennzeichnung ist nicht nur ein Label, es ist ein Bekenntnis zur Region“, sagt er. Auch Heurigenwirtin Anna Schwertführer legt großen Wert auf die tägliche Praxis der Regionalität in ihrem Betrieb – da wird der Wein aus dem eigenen Weingarten serviert und die Speisen stammen aus der Nachbarschaft.
Die AMA Genuss Region
Die Liste der AMA Wirte im Bezirk Baden ist beeindruckend und zeigt die Vielfalt der regionalen Gastronomie. Ob im Farmeria in Weissenbach oder im Klostergasthof Stift Heiligenkreuz – überall wird die Liebe zur Region spürbar. Auch die Weingüter Dungel und Schwertführer sind nicht nur für ihre edlen Tropfen bekannt, sondern auch für die Philosophie, die hinter ihren Produkten steht. Das Gütesiegel AMA GENUSS REGION, das staatlich anerkannt und EU-notifiziert ist, kommt nicht von ungefähr – es steht für Qualität und Vertrauen.
Die Teilnahme an diesem Gütesiegel ist für bäuerliche Direktvermarkter, Lebensmittelmanufakturen und Gastronomiebetriebe möglich. Dabei kommen nur die besten Produkte auf den Tisch – von Milch und Eiern über frisches Gemüse und Obst bis hin zu ausgewählten Fleischsorten. Die Qualität wird regelmäßig durch externe Kontrollstellen überprüft. Ein Besuch bei einem AMA GENUSS REGION Betrieb ist nicht nur ein Genuss, sondern bietet auch kulinarische Erlebnisse wie Hofläden, Produktverkostungen und Betriebsführungen.
Die Verbindung von Regionalität und Qualität ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Die Landwirte und Wirte der Region tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass das kulinarische Erbe Österreichs lebendig bleibt. Wenn Sie das nächste Mal in einem der Wirtshäuser in Baden bei Wien sitzen, denken Sie daran: Ihr Essen kommt direkt von den Feldern und Höfen um die Ecke – und das schmeckt man einfach!