Heute ist der 3.07.2026 und die Stadt Baden bei Wien erstrahlt in bunten Farben, denn das „Festival La Gacilly-Baden Photo 2026“ hat seine Türen geöffnet! Dieses großartige Event, das größte Fotofestival Europas, zieht nicht nur Fotografieliebhaber an, sondern auch all jene, die sich für die Schönheit und die Herausforderungen unseres Planeten interessieren. Und mittendrin: der Innsbrucker Biologe Günter Köck, der seit über 30 Jahren in der Arktis forscht und mit seinem Projekt HIGH-ARCTIC ganz besondere Einblicke in die arktische Forschung und den Klimawandel bietet.

Das Festival läuft bis zum 11. Oktober 2026 und erstreckt sich über sieben Kilometer, aufgeteilt in eine Garten- und eine Stadtroute. Hier gibt es einiges zu entdecken: Rund 1.500 Fotografien zieren die Wände und Plätze der Stadt, einige mit beeindruckenden 200 m²! Und das Beste? Der Eintritt ist frei! Die Besucher:innen können die Themen „Lebensrealität von Menschen“, „Zustand des Planeten“ und „österreichische Fotografie“ erleben und sich dabei von den Geschichten hinter den Bildern berühren lassen.

Einblicke in die arktische Forschung

Günter Köck bringt seine Leidenschaft für die Arktis mit zu diesem Festival. Im Rahmen des Themenschwerpunkts „Wasser ist Leben“ präsentiert er auf zwölf großformatigen Tafeln die Ergebnisse seines seit 1997 laufenden Projekts HIGH-ARCTIC. Dabei untersucht er den Einfluss des Klimawandels auf Seen und Fische in der kanadischen Arktis. Besonders der Fokus auf Quecksilber und langlebige organische Schadstoffe in Seesaiblingen ist entscheidend, denn diese Stoffe haben weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt und die dort lebenden Menschen. Um die Veränderungen über die Jahre hinweg nachzuvollziehen, werden Fischanalysen durch Bohrkerne aus Seesedimenten ergänzt – eine spannende Art, frühere Umweltbedingungen zu dokumentieren!

Vor kurzem hielt Köck einen Vortrag über das Projekt und seine tiefe Verbindung zur Inuit-Bevölkerung, die in dieser Region lebt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie vielschichtig seine Forschung ist und wie sie die Lebensrealität der Menschen dort beeinflusst. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden nicht nur präsentiert, sondern auch mit Klimadaten verknüpft, was eine einzigartige Langzeitdatenserie seit 1997 schafft. Das klingt nicht nur spannend, sondern ist auch von enormer Bedeutung für die zukünftige Forschung!

Ein Festival mit Geschichte

Die Eröffnung des Festivals fand im Stadttheater Baden statt, mit einem Medienrundgang für 130 Medienvertreter:innen. Im Jahr 2025 zählte das Festival über 330.000 Besucher:innen – ein Zeichen dafür, wie sehr die Menschen für die Themen interessieren, die uns alle betreffen. Köck, der von 2004 bis 2024 internationale Forschungsprogramme der Österreichischen Akademie der Wissenschaften koordinierte und Österreich im UNESCO-Programm „Man and the Biosphere“ vertrat, wurde 2025 mit dem „Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ ausgezeichnet. Diese Ehrung zeigt, wie wichtig seine Arbeit nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Gesellschaft ist.

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Das Festival ist mehr als nur eine Ansammlung von Fotografien; es ist ein Ort der Reflexion, der Begegnung und des Austauschs. Es lädt dazu ein, innezuhalten und über unsere Verantwortung gegenüber der Natur nachzudenken. In einer Zeit, in der der Klimawandel immer präsenter wird, sind solche Veranstaltungen ein Lichtblick und ein Aufruf, aktiv zu werden. Also – ab nach Baden! Die Arktis wartet auf euch und die Geschichten, die sie zu erzählen hat.

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