Heute ist der 7.05.2026 und in Amstetten brodelt es – und das nicht nur wegen des Frühlingswetters! Am Mittwoch fand eine Sondersitzung des Gemeinderates statt, die sich ganz um das Don Bosco-Jugendheim drehte. Dabei wurde eine Resolution zur Wiederherstellung der gestrichenen Förderung durch den FPÖ-Landesrat Martin Antauer besprochen. Eine brisante Angelegenheit, die die Gemüter erhitzte und für einige hitzige Diskussionen sorgte.
Die Sitzung begann um 7 Uhr, was für viele sicher eine Herausforderung war. Immerhin wurde sie live übertragen, doch die Zuschauerzahl war überschaubar – nur wenige waren vor Ort. Das Don Bosco-Jugendheim, das seit 60 Jahren eine Stütze für viele Jugendliche ist, steht durch den Förderstopp vor ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Das ist nicht nur ein Verlust für die Einrichtung selbst, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft, die auf solch wichtige Angebote angewiesen ist.
Politische Spannungen und unterschiedliche Ansichten
Die Resolution wurde überwiegend von der ÖVP, SPÖ, Grünen und Neos verabschiedet. Die FPÖ hingegen stimmte dagegen – und das sorgte für Zündstoff. ÖVP-Fraktionschef Manuel Scherscher ließ kein gutes Haar an Antauers Vorgehen und sprach von politischem Kalkül. Besonders pikant: Antauer ist in der Vergangenheit für seine Kritik an LGBTIQ-Events und seine Nutzung katholischer Werte für politische Zwecke in die Schusslinie geraten. Das war nicht nur ein politisches Scharmützel, sondern auch eine Frage von Werten und Verantwortung.
In der Diskussion wurde die Resolution als „Linkspopulismus“ bezeichnet, was seitens der FPÖ nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter beitrug. Alexander Schnabel, Sicherheitsstadtrat der FPÖ, stellte sich hinter Antauer – was die Wogen noch weiter aufpeitschte. Die Grünen forderten darüber hinaus, dass die Resolution an die gesamte Landesregierung gerichtet werden müsse, doch zwei Änderungsanträge wurden abgelehnt. Hier zeigt sich, wie komplex und vielschichtig die politische Landschaft in Amstetten ist.
Hoffnung auf Veränderung
ÖVP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter kritisierte Antauers Entscheidung als willkürlich und machte keinen Hehl daraus, wie wichtig das Don Bosco-Heim für die Gesellschaft ist. Die Hoffnung auf eine Lösung bleibt, während bereits Spendenaktionen ins Leben gerufen wurden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Die Unterstützung für das Jugendheim ist unabdingbar, schließlich geht es hier um die Zukunft vieler junger Menschen.
Amstetten steht also vor einer Herausforderung, die weit über die finanziellen Aspekte hinausgeht. Es geht um Werte, um Gemeinschaft und um die Frage, wie wir als Gesellschaft mit unseren Jugendlichen umgehen. Die Diskussion ist noch lange nicht beendet, und die bevorstehenden Schritte werden zeigen, ob es gelingt, das Don Bosco-Jugendheim zu retten und die politischen Gräben zu überbrücken.