Warten auf Gesundheit: Wo sind die Fachärzte geblieben?
In den letzten Monaten haben viele Menschen in Unterkärnten ein leidiges Thema erlebt: die langen Wartezeiten auf Facharzttermine. Das ist nicht nur nervig, sondern kann auch richtig frustrierend werden. Ein Leser aus Wolfsberg hat es ganz besonders hart getroffen – er bekam für seinen Facharzttermin einen Platz, der erst für Januar 2028 verfügbar war! Das ist ja fast wie ein Witz, nur dass die Gesundheit keine Scherze kennt. Die jährlichen Kontrolluntersuchungen, die so wichtig wären, sind da kaum umsetzbar. Und wenn man sich dann noch vorstellt, dass die Bezirkschefin Brigitte Neubauer von der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg bestätigt, dass die Wartezeiten insbesondere bei Augenärzten und Dermatologen geradezu ins Unermessliche gestiegen sind, wird einem ganz anders.
In Völkermarkt gibt es zwar neue Augenärzte, doch die nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Das ist ein bisschen wie ein Spiel, bei dem alle Karten auf dem Tisch liegen, aber keiner kann mitspielen. Komisch, nicht? Wenn man dann auch noch erfährt, dass Patienten aus der Kartei fallen können, wenn sie zwei Jahre nicht zum Arzt gehen, wird das Ganze noch verwirrender. Das Gesundheitswesen ist ein bisschen wie ein Labyrinth, und die Ursachen für die langen Wartezeiten scheinen ebenso unklar zu sein. Der Fachärztemangel in der Region fällt nicht in die Zuständigkeit der Bezirkshauptmannschaft in Völkermarkt. Monika Hasenbichler von der Ärztekammer Kärnten versucht, Licht ins Dunkel zu bringen: Die Wartezeiten seien nicht das Resultat mangelnder Leistungsbereitschaft der Ärzte, sondern vielmehr strukturelle Herausforderungen im Gesundheitssystem.
Das große Warten
In einem anderen Teil der Welt, genauer gesagt in Deutschland, sieht es nicht viel besser aus. Dort warten gesetzlich Versicherte oft auch über einen Monat auf einen Facharzttermin – im Jahr 2024 schätzt man die Wartezeit auf 36 bis 42 Tage. Im Vergleich dazu waren es 2019 noch 33 Tage. Da frage ich mich doch: Wo bleiben die ganzen Ärzte? Und auch hier variieren die Wartezeiten je nach Fachrichtung und Region. Besonders bei Hautärzten und Neurologen wird es oft eng. Zwischen 2020 und 2023 sind die von Hausärzten vermittelten Facharzttermine von etwa 476.000 auf rund 2,54 Millionen gestiegen – das ist eine gewaltige Steigerung! Dennoch bleibt die Frage offen, warum die Wartezeiten so lang sind.
Die Gründe sind vielfältig: eine alternde Bevölkerung, neue Behandlungsmöglichkeiten, der Fachkräftemangel und ineffiziente Patientenwege. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? Dringende medizinische Fälle werden jedoch in Deutschland in der Regel innerhalb von drei Tagen behandelt. Ein Lichtblick! Um die Situation zu verbessern, plant die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ein Primärversorgungssystem, das voraussichtlich 2028 in Kraft treten soll. Das klingt nach einer echten Hoffnung für die Patienten.
Was die Leute wirklich denken
Eine Umfrage des GKV-Spitzenverbandes zeigt, dass gesetzlich Versicherte sich einen schnelleren Zugang zu Facharztbehandlungen wünschen. Die Zufriedenheit mit der hausärztlichen Versorgung ist zwar mehrheitlich gegeben, aber es gibt auch viel Unzufriedenheit. Fast ein Drittel der Befragten wünschen sich längere Öffnungszeiten, und 44 Prozent sind unzufrieden mit der telefonischen Erreichbarkeit der Arztpraxen. Das ist wirklich frustrierend! Über die Hälfte der Befragten bewertet die Wartezeiten bei Hausärzten positiv, aber bei Fachärzten empfinden 31 Prozent die Wartezeiten als „zu lang“ oder „viel zu lang“. Das ist eine klare Ansage!
Die Digitalisierung könnte eine Lösung sein. Mehr als die Hälfte der Befragten hält die tagesaktuelle Online-Terminvergabe für wichtig, und 57 Prozent bevorzugen nicht-kommerzielle Anbieter. Das Vertrauen in die Verwendung persönlicher Daten ist anscheinend ein großes Thema, besonders wenn es um kommerzielle Anbieter geht. Es ist kein Geheimnis, dass die Digitalisierung in der ambulanten Versorgung als positiv wahrgenommen wird, aber die Frage bleibt, wie schnell Veränderungen wirklich umgesetzt werden können.
Insgesamt sind die Herausforderungen im Gesundheitswesen sowohl in Österreich als auch in Deutschland groß. Die Menschen stehen vor der Frage, wie lange sie noch auf ihre dringend benötigten Termine warten müssen. Ob es bald besser wird? Man kann nur hoffen!
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