In Wolfsberg, einer Stadt, die sich in den sanften Hügeln Kärntens eingekuschelt hat, gibt es Neuigkeiten, die selbst die eingefleischtesten Geschichtsliebhaber aufhorchen lassen. Ein historisches Porträt des ehemaligen Stadtpfarrers und Dechants Burkhard von Kammerlander hat seinen Weg zurück in die Stadtpfarre gefunden. Und das auf eine ganz besondere Art und Weise: Das Gemälde wurde großzügig von Manuel Swatek geschenkt. Es zeigt den einstigen Geistlichen in einer eindrucksvollen Darstellung – fast so, als könnte man ihn gleich um Rat fragen.

Das Porträt selbst ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein Stück Geschichte. Auf der Rückseite findet sich eine Kurzbiografie, die uns in die Vergangenheit der Wolfsberger Pfarrgeschichte eintauchen lässt. Burkhard von Kammerlander, 1754 in Wolfsberg geboren, trat mit 20 Jahren in das Kapuzinerkloster ein. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1778 war er als Kaplan in Wolfsberg und St. Andrä tätig. Wer hätte gedacht, dass dieser Mann, der zu Lebzeiten so viel für seine Gemeinde geleistet hat, auch heute noch in den Herzen der Menschen lebt?

Von der Kapelle zur Pfarrkirche

Stadtpfarrer Christoph Kranicki nahm die Schenkung mit einer Freude entgegen, die man ihm von der Mimik ablesen konnte. Seine Worte waren klar: Dieses Bild hat eine immense Bedeutung für die Wolfsberger Geschichte. Und das stimmt! Die Stadtpfarrkirche hl. Markus, in der das Porträt nun ausgestellt wird, ist ein wahres Juwel. Sie ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Denkmal, das die Geschichte von Wolfsberg erzählt. Die Ursprünge der Kirche reichen möglicherweise bis ins Jahr 811 zurück, als eine Markuskapelle errichtet wurde. Ein Ort, der im Laufe der Jahrhunderte viele Geschichten gesehen hat.

Das äußere Erscheinungsbild der Kirche ist eine Mischung aus spätromanischer und gotischer Architektur, die im 13. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Man kann nicht anders, als ins Staunen zu geraten, wenn man das Westportal betrachtet, das um 1240 geschaffen wurde. Die filigranen Details, die man dort entdeckt, erzählen von einer Zeit, in der Handwerk und Kunst Hand in Hand gingen. Und der Turm! Mit seinen 72 Metern Höhe und seinen spätgotischen Zügen erhebt er sich stolz an der Nordseite des Chores.

Ein Blick in die Vergangenheit

Burkhard von Kammerlander war nicht nur ein einfacher Geistlicher. Er wurde 1799 zum Konsistorialrat ernannt und übernahm 1803 das Amt des Dechants von Wolfsberg. Mit seinem Tod am 5. November 1824 hinterließ er eine Lücke, die bis heute zu spüren ist. Seine Spuren sind in der Stadt und in der Pfarrgeschichte tief verwurzelt. Das Gemälde, das nun im Pfarrhaus ausgestellt ist, erinnert uns nicht nur an ihn, sondern auch an die lange Geschichte der Pfarre, die sich über Jahrhunderte erstreckt.

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Die Stadtpfarre Wolfsberg ist nicht nur ein Ort der Besinnung, sondern auch eine Gemeinschaft, die sich immer wieder neu erfindet. Die katholische Kirche Kärnten, mit ihrem offiziellen Internetportal, hält uns auf dem Laufenden über Neuigkeiten und Ereignisse in und um die Pfarren. Dies ist eine Einladung, Teil des Dialogs zu sein – eine Möglichkeit, sich in der Gemeinschaft zu verankern. Wer mehr erfahren möchte, kann sich gerne an die Diözese Gurk wenden, die stets bemüht ist, Informationen und Hilfestellungen zu bieten.

So zeigt sich Wolfsberg nicht nur als Stadt mit einer reichen Geschichte, sondern auch als lebendiger Ort, der seine Traditionen schätzt und gleichzeitig offen für Neues ist. Und das Porträt von Burkhard von Kammerlander? Es ist ein Fenster in die Vergangenheit, das uns die Geschichten von damals näherbringt und gleichzeitig die Verbindung zur Gegenwart stärkt. Wer weiß, vielleicht inspiriert es die nächste Generation, ebenfalls ihre Spuren in dieser schönen Stadt zu hinterlassen.

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