Kreative Köpfe aus Holz: Lehrlingswettbewerb in Graz begeistert mit Talent und Tradition
Am 24. Juni 2026 war es endlich so weit: der Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler und Holzgestalter fand in Graz statt. Über 40 Lehrlinge aus allen Ecken Österreichs trafen sich, um ihr handwerkliches Können unter Beweis zu stellen. Was für ein Spektakel! Die Teilnehmer verlangten sowohl Kreativität als auch Präzision, während sie in fünf verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten. Und das alles unter dem Druck der Zeit – eine echte Herausforderung!
Besonders erfreulich war, dass gleich drei Kärntner Lehrlinge auf dem Siegerpodest standen. Manuel Taferner aus der Bau-/Möbeltischlerei Steger GmbH erkämpfte sich den 3. Platz, und Johannes Kogler von der Lindner Möbel und Treppen GmbH holte sich sogar den Titel des Bundessiegers. Doch auch Lisa Strasser von der Sinnex Innenausbau GmbH machte auf sich aufmerksam: Sie sicherte sich den 3. Platz in der Sparte Planung mit ihrer kreativen Idee für einen Präsentationsraum eines Weinguts. Da kann man nur sagen: Hut ab!
Ein Wettbewerb mit Tradition
Der Bundeslehrlingswettbewerb ist nicht nur ein Event, sondern die wichtigste Leistungsschau für den Tischler- und Holzgestalter-Nachwuchs in Österreich. Die Veranstalter hoben das hohe Niveau der Teilnehmer hervor und betonten, wie wichtig eine qualifizierte Ausbildung für die Zukunft des Handwerks ist. Denn die Branche kann sich auf die nächste Generation verlassen, wenn diese so engagiert und talentiert ist.
In Kärnten, wo der Wettbewerb in der Tennishalle des Werzers Hotel Resorts stattfand, waren auch viele Innungsvertreter:innen anwesend. Ihnen ist der Austausch zwischen Lehrlingen und Ausbildern sehr wichtig. Gerhard Spitzbart, der Bundesinnungsmeister, sprach über das Engagement und die Leidenschaft der Nachwuchskräfte. Es wird deutlich, dass hier nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Sichtbarkeit des Berufsbildes des Tischlers und die Eröffnung von Perspektiven im Handwerk geht.
Die Ausbildung zum Tischler – Ein solider Karriereweg
Die Tischlerausbildung in Österreich gilt als nachhaltiger Karriereweg im Handwerk. In drei Jahren lernen die Lehrlinge alles, was sie für ihren Beruf brauchen: von den Grundlagen über die Bedienung von Maschinen bis hin zur Projektplanung. Es ist ein duales System, das praktische Arbeit im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule verbindet. Ziemlich spannend, oder? Das erste Jahr ist vollgepackt mit Grundlagen wie Holzarten und Arbeitssicherheit, während im dritten Jahr die Lehrabschlussprüfung (LAP) auf dem Programm steht.
Die Lehrlingsentschädigung ist auch nicht zu verachten: Im ersten Jahr gibt es etwa 750 Euro, im zweiten Jahr schon 1.000 Euro und im dritten Jahr kann man sogar bis zu 1.550 Euro verdienen. Und wer nach der Grundausbildung noch nicht genug hat, kann sich in Richtung Tischlermeister, Restaurator oder Möbeldesigner weiterbilden. Die Nachfrage nach qualifizierten Tischlern ist in Österreich groß, und die Möglichkeiten sind vielfältig – vom Arbeiten in Tischlereien über Baustellen bis hin zu Designstudios.
Für all jene, die sich für diesen Beruf interessieren, sollten wissen, dass die Voraussetzungen eine erfüllte neunjährige Schulpflicht und ein Mindestalter von 15 Jahren sind. Körperliche Fitness und handwerkliches Geschick sind ebenfalls gefragt. Wer das hat, ist auf dem besten Weg in eine vielversprechende Zukunft. Und das Beste daran? Die österreichische Tischlerausbildung hat international einen hervorragenden Ruf!
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