In der malerischen Gemeinde Wernberg, eingebettet in die idyllische Landschaft Kärntens, zeigt der Künstler Johann Holzfeind-Wieltschnig seine neuesten Werke in einer beeindruckenden Ausstellung mit dem Titel „Ich bin noch“. Die Vernissage, die von der Bürgermeisterin Doris Liposchek eröffnet wurde, zieht viele Besucher an, darunter auch prominente Persönlichkeiten wie die Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Villachs Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser. Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern bietet auch einen tiefen Einblick in die stilistische Entwicklung und thematische Vielfalt des Künstlers, der 1949 in Wernberg geboren wurde und seit 1981 als freischaffender Kunstmaler tätig ist.
Holzfeind-Wieltschnig, Mitglied im Kunstverein Kärnten seit 2009, lässt sich von der freien Natur inspirieren. Seine Werke sollen die Betrachter fesseln, inspirieren und Diskussionen anregen. Wie der Künstler selbst sagt, ist Kunst für ihn „ein leiser Ruf aus der Tiefe“, der aus dem inneren Drang entsteht, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Mit Pinselstrichen und Farbverläufen erzählt er von Atemzügen und Gefühlen, die in einer hektischen Welt oft untergehen.
Ein Raum der Stille
Die Ausstellung in der Galerie Wernberg lädt die Besucher dazu ein, sich selbst jenseits des Sichtbaren zu begegnen. Holzfeind-Wieltschnig beschreibt seine Bilder als Tagebucheinträge ohne Worte, die von Licht, Schatten, Sehnsucht und Hoffnung erzählen. Hier dürfen Emotionen fließen, und das Unperfekte entfaltet seinen eigenen Glanz. Diese Werke sind nicht nur Antworten, sondern auch Fragen und Spiegel, die dazu anregen, über andere Wirklichkeiten nachzudenken.
Die Ausstellung ist bis Ende Juni während der Öffnungszeiten im Gemeindeamt zu besichtigen. Diese Gelegenheit bietet nicht nur die Möglichkeit, die Kunst Holzfeind-Wieltschnigs zu erleben, sondern auch, in einen Dialog mit den eigenen Empfindungen zu treten. In einer Zeit, die oft von Hektik und Lärm geprägt ist, schafft der Künstler einen Raum der Stille, wo jeder Besucher seine eigenen Gedanken und Gefühle reflektieren kann.
Kunst im Kontext
Ein weiterer Blick auf die österreichische Kunstszene zeigt die enge Verbindung zwischen Institutionen und Künstlern. Beispielsweise öffnet die Österreichische Nationalbank (OeNB) erstmals ihre Kunstsammlung für die Öffentlichkeit, was anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Leopold Museums im Jahr 2026 geschieht. Diese Ausstellung wird einen Überblick über die bedeutende Unternehmenssammlung der OeNB bieten, die sich seit den 1980er Jahren um den Erwerb österreichischer Kunst bemüht hat.
Die OeNB-Sammlung gilt als eine der bedeutendsten Unternehmenssammlungen Österreichs und zeigt Werke, die zwischen neuer Sachlichkeit und zeitgenössischer Kunst angesiedelt sind. So wird die Kunst nicht nur zur persönlichen Reflexion, sondern auch zum Teil eines größeren kulturellen Dialogs, der über die Grenzen einzelner Ausstellungen hinausgeht.
In Wernberg und darüber hinaus bleibt die Kunst ein kraftvolles Medium, das nicht nur zum Staunen anregt, sondern auch dazu einlädt, über das eigene Leben und die Welt nachzudenken. Die Ausstellung von Johann Holzfeind-Wieltschnig ist ein wunderbarer Ort, um sich in diesem Dialog zu verlieren und neue Perspektiven zu entdecken.