Die AVS-Drogenambulanz „Roots“ in Villach hat ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 20 Jahre ist sie mittlerweile im Einsatz und hat in dieser Zeit unzähligen Menschen auf ihrem Weg zur Besserung geholfen. Das ist eine beeindruckende Bilanz! Und als ob das nicht genug wäre, wird zum Feiern gleich noch ein großes Geschenk geschnürt: 200 zusätzliche Behandlungsplätze werden angeboten, damit noch mehr Menschen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

Insgesamt stehen in Villach und Klagenfurt künftig sage und schreibe 500 zusätzliche Behandlungsplätze zur Verfügung! In Villach selbst erhöht sich die Anzahl der Plätze von 200 auf 400, während Klagenfurt von 700 auf 1.000 Plätze aufstockt. Diese Erweiterungen sind nicht nur Zahlen – sie bedeuten echte Hilfe für Menschen, die unter Suchtproblemen leiden.

Ein Blick zurück

Es ist faszinierend, wie die Drogenambulanz „Roots“ seit ihrer Übersiedelung in die Jakob-Ghon-Allee im Jahr 2011 gewachsen ist. Der Bedarf war einfach zu groß, und seit 2019 gab es weitere räumliche Erweiterungen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Im ersten Jahr wurden 162 Klienten betreut, und heute stehen in der Einrichtung bereits 700 Behandlungsplätze zur Verfügung, davon 400 für Substitutionsbehandlungen. Diese Zahlen sind nicht nur beeindruckend, sie zeigen auch, wie wichtig solche Einrichtungen für die Gesellschaft sind.

Die Drogenambulanz hat sich nicht nur um die Anzahl der Plätze gekümmert, sondern auch um die Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Es gibt regelmäßige Blutbild- und EKG-Kontrollen – Dinge, die oft übersehen werden, aber für eine umfassende Betreuung unerlässlich sind. Zudem wird ein Spritzentausch angeboten, um Infektionen zu vermeiden, und Naloxon-Nasenspray steht bereit, um im Notfall bei drohender Opioid-Intoxikation Leben zu retten. Das sind echte Fortschritte, die zeigen, dass man hier auf die Bedürfnisse der Klienten eingeht.

Auf die individuellen Bedürfnisse eingehen

Doch die Herausforderungen sind nicht weniger geworden. Die Drogenambulanz betont die Notwendigkeit einer langfristigen, individuell abgestimmten Betreuung, insbesondere bei komplexen Abhängigkeiten. Klient:innen kommen mit den unterschiedlichsten Themen in die Beratung. Oft scheinen diese Themen zunächst nichts mit Suchtmittelkonsum oder problematischem Verhalten zu tun zu haben. Aber – und das ist das Spannende – der Zusammenhang wird häufig erst nach mehreren Gesprächen klar. Es ist eine Reise, die Zeit braucht, aber die Klienten und ihre Angehörigen lernen, den Zusammenhang besser zu verstehen und anzunehmen.

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In den ersten Gesprächen klären Betroffene ihre Fragen, und es werden sinnvolle Schritte und Ziele der Beratung besprochen. Die möglichen Ziele reichen von ambulanten bis zu stationären Behandlungen. Beide Behandlungsformen beginnen mit einer Entwöhnung und enden mit Nachsorge – ein Prozess, der auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist. Selbsthilfegruppen und Nachsorgeangebote sind ebenfalls Teil des Programms, was die ganzheitliche Betreuung abrundet.

In Kärnten gibt es insgesamt rund 2.320 Behandlungs- und Beratungsplätze. Das ist eine stattliche Zahl, die zeigt, dass man auch hierzulande das Thema Sucht ernst nimmt. Es ist wichtig, in dieser sensiblen Materie nicht nur auf Zahlen zu schauen, sondern auf die Geschichten dahinter. Jedes Leben, das durch die Hilfe der Drogenambulanz ein Stück besser wird, zählt. Und das ist letztendlich das, was zählt – die Menschen, die sich trauen, Hilfe zu suchen und zu finden.

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