In Villach tut sich was – und das ist mehr als nur ein Windhauch. Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, findet im schau.Räume an der Draupromenade 6 von 16 bis 20 Uhr ein Workshop mit dem Titel „Gewaltschutz & Awareness“ statt. Organisiert von IG KIKK, schau.Räume Villach, GemSe Kärnten und Experten der Universität Klagenfurt, richtet sich dieser Workshop an alle, die in der Kulturarbeit oder Vereinsleben aktiv sind. Ein wichtiges Thema, das nicht nur auf der Tagesordnung steht, sondern auch gesetzlich verankert wird.

Ab 2026 ist ein Kinderschutzkonzept Voraussetzung, um Bundesförderungen in der Kulturarbeit zu erhalten. Das ist eine klare Ansage und zeigt, wie ernst das Thema genommen wird. Besonders durch die Novelle des Wiener Veranstaltungsgesetzes, die im April 2025 in Kraft trat, wird Awareness zum Pflichtprogramm. Hier wird nicht nur über rechtliche Änderungen gesprochen, sondern auch über die Verantwortung, die damit einhergeht. Das Ziel des Workshops? Die Teilnehmenden auf diese Veränderungen vorzubereiten und ihnen zu helfen, ein sicheres Umfeld zu gestalten.

Interdisziplinärer Ansatz und zentrale Fragestellungen

Der Workshop verfolgt einen interdisziplinären Ansatz – das bedeutet, hier wird nicht nur geredet, sondern auch reflektiert. Machtverhältnisse und Grenzen, die oft unsichtbar sind, stehen im Vordergrund. Zentrale Fragen, die behandelt werden, sind unter anderem: Wie setze ich ein Kinderschutzkonzept sinnvoll und wirksam um? Was mache ich im Verdachtsfall? Und wie baue ich Awareness-Strukturen auf? Zudem wird der Blickwinkel erweitert – und zwar aus machtsensibler, queer-feministischer Perspektive. Das klingt nicht nur spannend, sondern ist auch essentiell für eine zeitgemäße Kulturarbeit.

Die Leitung des Workshops haben ausgewiesene Expert*innen übernommen: Mitch Noah Münzer, ein Bildungs- und Kulturarbeiter, die engagierte Sabrina Felscher vom Land Kärnten, die sich im Bereich Kinder- und Jugendschutz engagiert, sowie Rosemarie Schöffmann von der Universität Klagenfurt. Gemeinsam bringen sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen ein, um die Teilnehmenden bestmöglich auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Der Kontext des Kinderschutzes

Die Bedeutung von Kinderschutzkonzepten kann nicht genug betont werden. Soziale Einrichtungen müssen über Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen informiert sein, um präventiv gegen Machtmissbrauch und Gewalt vorzugehen. Pädagogische Fachkräfte haben die Verantwortung, ein sicheres und geborgenes Umfeld zu schaffen. Der Satz „Unwissenheit macht Angst – Wissen macht stark“ trifft hier besonders ins Schwarze. Bei Verdachtsfällen ist es entscheidend, wie Fachkräfte mit den betroffenen Eltern kommunizieren und welche Maßnahmen sie ergreifen. Die Reform des SGB VIII im Jahr 2021 hat den Fokus auf Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe verstärkt und macht sie in vielen Einrichtungen sogar obligatorisch.

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Schutzkonzepte sind keine starre Angelegenheit, sondern müssen dynamisch gestaltet und regelmäßig an die Bedürfnisse der Einrichtung angepasst werden. Fortlaufende Information und die Einbeziehung aller Beteiligten sind hier das A und O. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass der Schutz für Kinder und Jugendliche nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern auch im Alltag gelebt wird.

Wenn Sie an diesem wichtigen Workshop teilnehmen möchten, melden Sie sich einfach per E-Mail an office@igkikk.at an. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Villach ein sicherer Ort für alle wird – das ist schließlich das Mindeste, was wir tun können!