Die Marktgemeinde Paternion, eingebettet in das malerische Kärnten und umgeben von den beeindruckenden Gailtaler Alpen, ist ein Ort, der nicht nur durch seine atemberaubende Natur besticht, sondern auch durch eine reiche Geschichte und eine lebendige Gemeinschaft. Mit einer Einwohnerzahl von 5.827 und einer Fläche von 105,50 km² ist Paternion ein Kleinod, das durch engagierte Menschen geprägt wird. Ein Beispiel für solch ein Engagement ist Heinz Müller, der seit über 70 Jahren in der Gemeinde aktiv ist – sei es in der Feuerwehr, im Fußball oder im Eishockey. Auch nach seinem Rückzug als Obmann bleibt er dem Vereinsleben verbunden und verfolgt die Entwicklungen mit großer Leidenschaft.

Die Geschichte Paterniums reicht weit zurück. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass das Gebiet bereits seit der Hallstattzeit bewohnt ist. Die erste namentliche Erwähnung der Bewohner als Noriker stammt aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert. Diese keltische Bevölkerung hat das Gesicht der Region stark geprägt. Historische Aufnahmen zeigen nicht nur die Veränderungen des Ortskerns, sondern auch bedeutende Plätze wie das Schloss und das Strandbad. Die Ortschaft kann auf eine lange Tradition des Bergbaus zurückblicken, der besonders im 14. und 15. Jahrhundert für Blei, Zink und sogar Gold bekannt war.

Ein Blick in die Geschichte

Die Bedeutung Paterniums als Bergbaustadt wurde 1530 durch die Verleihung der Marktrechte durch Ferdinand I. weiter gefestigt. Diese Marktfreyung ermöglichte es der Gemeinde, regelmäßige Märkte abzuhalten und die Befugnisse der örtlichen Obrigkeit zu erweitern. Interessanterweise leitet sich der Name Paternion von Bischof Paternianus ab, der um 340 n. Chr. in Fano, Italien, starb. Eine Sage besagt, dass Paternianus sich am Platz des Kriegerdenkmals in Nikelsdorf ausgeruht hat. Die Legende erzählt weiter, dass er die Paternioner Pfarrkirche gründete, die jedoch erst im 12. Jahrhundert nachweisbar ist.

Die kontinuierliche Besiedlung von Paternion ist durch zahlreiche Funde belegt. Eine Wallanlage, die in den 1920er Jahren identifiziert wurde, sowie Siedlungsspuren eines keltischen Oppidums in der Nähe von Feistritz sind nur einige der Zeugnisse vergangener Zeiten. Die römische Geschichte der Region ist ebenfalls interessant und umfasst Grabinschriften an der Kirche, die auf das Leben und Wirken von Auxiliarreitern hinweisen.

Die Gemeinde heute

Heute ist Paternion nicht nur ein Ort mit einer langen Geschichte, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft, die sich durch die aktive Teilnahme ihrer Bürger auszeichnet. Bürgermeister Manuel Müller (SPÖ) leitet die Gemeinde, die aus 20 Ortschaften besteht, darunter Aifersdorf, Boden, Duel und viele mehr. Trotz einer negativen Geburtenbilanz von 2001 bis 2011 bleibt Paternion ein Ort, der durch Zuwanderung auch in Zukunft wachsen kann.

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Die römisch-katholische Kirche spielt nach wie vor eine zentrale Rolle im Leben der Gemeinde, in der 61,9% der Bevölkerung dieser Glaubensrichtung angehören. Doch auch die evangelische Gemeinschaft mit 30,2% ist fest verwurzelt. Die kulturelle Vielfalt und die gelebte Gemeinschaft machen Paternion zu einem besonderen Ort, an dem das Miteinander großgeschrieben wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Paternion ein faszinierender Ort ist, der durch seine Geschichte, seine Menschen und seine Gemeinschaft geprägt wird. Die engagierten Bürger und die historischen Wurzeln machen diesen Ort zu einem lebenswerten Zuhause, das auch in Zukunft viele Geschichten erzählen wird.