Heute ist der 27.05.2026 und wir schauen uns mal genauer an, wie es um die ärztliche Versorgung im Bezirk Villach Land steht. Es gibt ja immer wieder Sorgen um den Ärztemangel in ländlichen Regionen, aber hier sieht die Lage ganz anders aus. Tatsächlich ist der Bezirk Villach Land optimal mit Landärzten versorgt. Laut der Kärntner Ärztekammer sind alle 31 Planstellen für Allgemeinmedizin besetzt. Das ist wirklich bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Region etwa 65.554 Einwohner und 19 Gemeinden umfasst. In der Regel gibt es einen Allgemeinmediziner pro Gemeinde, wobei es in einigen Gemeinden sogar bis zu vier Ärzte gibt. Ein echter Glücksfall für die Menschen hier!
Natürlich gibt es auch Herausforderungen, denn die Anzahl an Bewerbungen für diese Stellen nimmt ab. Dennoch reicht es momentan aus, um die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten. In Bleiburg zum Beispiel gibt es zwar zwei vakante Stellen, aber die Einrichtung eines Primärversorgungszentrums (PVZ) dort hilft, die Lücke etwas zu schließen. Allerdings ist klar: PVZ ersetzen nicht die individuelle Betreuung durch Landärzte, die oft eine persönliche Bindung zu ihren Patienten entwickeln.
Von persönlichen Schicksalen und engagierten Ärzten
Nehmen wir Iris Pilgram, die seit 2011 als Landärztin in Arriach tätig ist. Sie betreut täglich zwischen 50 und 100 Patienten und macht auch Hausbesuche. Solche Ärzte sind das Rückgrat der ländlichen Gesundheitsversorgung. Iris kennt die persönlichen Geschichten ihrer Patienten, ihre Sorgen und Nöte. Das ist etwas ganz anderes, als wenn man sich in eine anonyme Praxis begibt. Die persönliche Betreuung durch Landärzte hat einfach eine andere Qualität.
Im Vergleich dazu gibt es in Deutschland ganz andere Probleme. Der Mangel an Ärzten auf dem Land wächst, besonders in den ostdeutschen Bundesländern. Dort sind die Arbeitsbedingungen oft weniger attraktiv, und viele junge Ärzte zieht es in die Städte, wo sie bessere Möglichkeiten sehen. Die demografische Entwicklung ist ein weiterer Faktor: Viele Ärzte gehen in Rente, während die Zahl der Medizinstudenten stagniert. Das führt zu einem Rückgang der niedergelassenen Ärzte und erschwert die flächendeckende Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen.
Herausforderungen und Lösungen im ländlichen Raum
In Deutschland wird bis 2040 ein Mangel von bis zu 50.000 Ärzten erwartet, was alarmierend ist. Die Kommunen versuchen bereits, Maßnahmen zu ergreifen, um die Attraktivität für Mediziner zu steigern. Finanzielle Anreize, wie Stipendien oder Zuschüsse für die Praxisgründung, sind einige der Strategien, die verfolgt werden. Auch die Einführung einer „Landarztquote“ in mehreren Bundesländern könnte helfen, Medizinstudenten für ländliche Tätigkeiten zu gewinnen. Das sind alles Ansätze, die auch in Österreich als Vorbild dienen könnten, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Der Bezirk Villach Land hat es momentan gut getroffen, aber die Herausforderungen des ländlichen Raums sind nicht zu ignorieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird. Bis dahin können die Bewohner von Villach Land sich glücklich schätzen, dass ihre medizinische Grundversorgung so gut aussieht.