Die Zukunft des Wirtschaftsstandorts St. Veit an der Glan nimmt eine vielversprechende Wendung: Der Sicherheitsausbau der Friesacher Straße, besser bekannt als B317, wurde jetzt offiziell fixiert. WK-Bezirksobmann Walter Sabitzer und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber sind die treibenden Kräfte hinter diesem Projekt, das als zentrale Lebensader für die Region gilt. Die B317 war lange Zeit von einem hohen Verkehrsaufkommen und sicherheitskritischen Abschnitten geprägt, was nicht zuletzt zu tragischen Unfällen führte. Mit diesem Ausbau wird nicht nur die Sicherheit für die Bevölkerung erhöht, sondern auch die Rahmenbedingungen für heimische Betriebe erheblich verbessert.
Der Ausbau erstreckt sich über eine Strecke von insgesamt rund 24 Kilometern, von St. Veit-Nord bis Friesach. Es ist ein Projekt, das mit umfassenden Investitionen von rund 400 Millionen Euro, die vollständig vom Bund übernommen werden, auf die Beine gestellt wird. Diese Summe ist nicht nur ein finanzieller Kraftakt, sondern auch ein Zeichen für die Wertschätzung der Region. Die ersten Maßnahmen sollen bereits 2027/2028 starten, während der Baustart für den ersten großen Abschnitt im Bereich Friesach frühestens 2032 erfolgen wird. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für 2039 geplant.
Ein wichtiger Schritt für die Verkehrssicherheit
Das Arbeitsübereinkommen, das von Bundesminister Peter Hanke und Kärntens Straßenbaureferent Martin Gruber unterzeichnet wurde, regelt den Zeitplan, die Finanzierung und die Zuständigkeiten für den Ausbau. Die B317 wird aus dem Bundesstraßengesetz herausgenommen, bleibt aber dennoch bundesgesetzlich abgesichert. Eine wichtige Neuerung ist die geplante vierspurige Ausbauweise mit baulicher Mitteltrennung, die darauf abzielt, die unfallträchtige Strecke nachhaltig zu entschärfen, ohne neue Transitachsen oder zusätzliche Ausweichrouten zu schaffen.
Die geplanten Arbeiten werden in mehreren Etappen bis 2039 durchgeführt. In den Bereichen Friesach, Zwischenwässern und St. Veit-Nord werden bauliche Maßnahmen ergriffen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den regionalen Verkehr besser zu bündeln. Die Flächeninanspruchnahme soll von ursprünglich 30 Hektar auf etwa 10 Hektar reduziert werden, was auch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Zudem bleibt die Anbindung an das Gurktal für die Betriebe in Hirt bestehen, was für die regionale Wirtschaft von großer Bedeutung ist.
Ein Teil der Verkehrssicherheitsstrategie
Der Ausbau der B317 ist nicht nur ein isoliertes Projekt, sondern fügt sich auch in die größere Verkehrssicherheitsstrategie 2021–2030 ein, die darauf abzielt, die Verkehrssicherheit in ganz Österreich zu verbessern. Diese Strategie setzt den Fokus auf vordringliche Themen wie die Sicherheit auf Freilandstraßen und die Förderung einer positiven Verkehrssicherheitskultur. Ziel bis 2030 ist es, die tödlichen Verkehrsunfälle und Schwerverletzten um 50% zu reduzieren. Das bedeutet, dass auch Projekte wie der Ausbau der B317 den Grundstein für eine sicherere Zukunft legen.
Insgesamt wird der Sicherheitsausbau der B317 als zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Bezirks St. Veit/Glan angesehen. Die Unterstützung durch maßgebliche politische Partner und die klare Finanzierung vom Bund geben Anlass zur Hoffnung, dass dieses Projekt nicht nur die Sicherheit auf den Straßen erhöht, sondern auch die Lebensqualität der Menschen in der Region nachhaltig verbessert.