Am Freitagabend wurden die Einsatzkräfte in Reipersdorf zu einer Tierrettung alarmiert. Eine Katze hatte es sich in etwa 15 Metern Höhe auf einem Baum in der Längseestraße gemütlich gemacht und war dort zwei Tage lang gefangen. Passanten, die die Situation bemerkten, informierten den Kommandanten der Feuerwehr Thalsdorf, der daraufhin umgehend Alarm für die Feuerwehren Thalsdorf und St. Veit/Glan auslöste. Mit einer Drehleiter rückte die Feuerwehr aus, um die Katze zu retten. Doch kurz bevor die Retter die Katze erreichen konnten, wagte sie den Sprung aus der Höhe. Glücklicherweise konnten die Einsatzkräfte sie am Boden einfangen. Die Katze überstand den Sturz unbeschadet und wurde schließlich ihren Besitzern übergeben. Der Einsatz wurde um 18:30 Uhr beendet. Weitere Details zu diesem Einsatz sind in einem Artikel auf 5min.at zu finden.
Tierrettung durch die Feuerwehr
Die Feuerwehr führt Tierrettungen durch, die vom Transport verletzter Tiere bis zu spektakulären Rettungsaktionen, wie einer Katze auf dem Baum, reichen. Es ist wichtig zu wissen, dass Einsätze zur Abwendung von Lebensgefahr bei Tieren kostenfrei sind. Allerdings werden andere Einsätze in der Regel den Besitzern oder dem Ordnungsamt in Rechnung gestellt. Oftmals werden Anrufer gebeten, bei Katzen auf Bäumen zunächst abzuwarten, da viele Katzen in der Lage sind, selbstständig herunterzukommen.
Für die Rettungsaktion setzt die Feuerwehr einen „Leiterwagen“ (Drehleiter) ein, der bis zu 30 Meter hoch ist, 16 Tonnen wiegt und rund 700.000 Euro wert ist. Sollte der Baum für den Leiterwagen nicht erreichbar sein, rücken in der Regel fünf Feuerwehrleute mit tragbaren Leitern aus. Diese sind zwar mobiler, jedoch in der Länge begrenzt, was die Rettung erschweren kann. In besonders schwierigen Fällen wird die Höhenrettung in Betracht gezogen, bei der ein Höhenretter mit Seilen gesichert in den Baum klettert. Methoden wie „Herunterspritzen“ oder „Baum absägen“ sind jedoch nicht erlaubt, da die Sicherheit der Einsatzkräfte an erster Stelle steht.
Die Rolle der Feuerwehr in der Tierrettung
Die Feuerwehr hat die zentrale Aufgabe, nicht nur Menschen, sondern auch Tiere in Notlagen zu retten. Dies umfasst Situationen wie ein Pferd im Graben, eine Katze im Baum oder sogar einen brennenden Kuhstall. Es ist jedoch wichtig, darauf hinzuweisen, dass nicht jedes Tier in Not ein Fall für die Feuerwehr ist; gesunder Menschenverstand ist gefragt. Feuerwehrfrau Theresa Balzer empfiehlt, die Feuerwehr nur zu rufen, wenn ein Tier unmittelbar in Gefahr ist oder wenn man selbst nicht helfen kann. Katzen im Baum kommen in der Regel oft selbst innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder herunter.
Die Kosten für Einsätze zur Tierrettung können je nach Kommune und Umfang des Einsatzes variieren. Beispielsweise können die Kosten für einen Feuerwehrwagen pro Stunde etwa 500 Euro betragen, während ein Rettungsboot rund 200 Euro kostet. In einigen Fällen kann die Gemeinde die Kosten übernehmen, insbesondere wenn kein Eigentümer des Tieres ermittelt werden kann. Um die Einsatzkräfte über die Art und Anzahl der Haustiere zu informieren, gibt es Notfallkarten und Aufkleber für Haustierbesitzer, die an der Haustür angebracht werden sollten. Diese Karten sind bei Tierschutzorganisationen, Tierarztpraxen und im Online-Handel erhältlich.
Insgesamt zeigt der Einsatz in Reipersdorf eindrucksvoll, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr im Bereich der Tierrettung ist und wie schnell und effektiv Hilfe geleistet werden kann. Weitere Informationen zur Tierrettung durch die Feuerwehr finden Sie auf NDR.