150 Jahre Menschlichkeit: Ein Fest des Lebens im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Am 26. Juni 2026 war es endlich so weit: Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit an der Glan feierte sein 150-jähriges Bestehen. Ein ganz besonderes Datum, das nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die gesamte Region von Bedeutung ist. Hier, wo seit 1876 Menschen in schwierigen Zeiten begleitet werden, wurde auf eine lange Geschichte voller menschlicher Begegnungen, Hoffnungen, Ängste, Krankheiten und Heilungen zurückgeblickt. Man könnte sagen, es war ein Fest der Menschlichkeit!
Bischof Josef Marketz hielt während des Festgottesdienstes eine bewegende Predigt. Er sprach über die unverzichtbare Rolle des persönlichen Gegenübers in der Medizin. „In einer Zeit, in der Technik und Fachwissen immer wichtiger werden, dürfen wir die zwischenmenschliche Beziehung nicht vergessen“, so der Bischof. Die Würde des Menschen bleibt unantastbar, ganz gleich, ob jemand krank ist oder nicht. Das ist ein Gedanke, der die Seele berührt und uns alle zum Nachdenken anregt.
Ein Rückblick auf 150 Jahre
Das Krankenhaus, ursprünglich als „Kronprinz-Rudolf-Hospital“ gegründet, hat sich im Laufe der Jahre zu einer tragenden Säule der Kärntner Gesundheitsversorgung entwickelt. Mit rund 165 Betten und spezialisierten Kompetenzzentren, darunter die erste Palliativstation Kärntens, ist es bestens aufgestellt, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig lobte das Engagement der Mitarbeiter und deren Menschlichkeit, während ihr Kollege Martin Gruber den hervorragenden Ruf des Krankenhauses über die Landesgrenzen hinaus hervorhob.
Beide betonten, wie wichtig die kontinuierlichen Investitionen in die Infrastruktur und Medizintechnik sind. Das Land Kärnten unterstützt diese Entwicklungen, um sicherzustellen, dass das Krankenhaus auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung spielt.
Eine würdige Feier
Die Feierlichkeiten fanden im Beisein zahlreicher Würdenträger statt, darunter Bürgermeister Martin Kulmer und viele andere. Es war ein Fest, das von Dankbarkeit und Freude geprägt war. Frater Paulus Kohler wurde für sein herausragendes Wirken mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten ausgezeichnet – eine verdiente Ehrung für einen Mann, der sich mit Herz und Seele für die Menschen einsetzt.
Für die Gäste gab es nicht nur bewegende Reden, sondern auch die Präsentation einer Jubiläumsfestschrift, die die 150-jährige Entwicklung des Hauses dokumentiert. Ein Blick in die Vergangenheit, der zeigt, wie viel sich verändert hat, aber auch, wie viel Beständigkeit in diesen Mauern steckt. Hier wird nicht nur medizinische Versorgung geleistet, sondern auch Raum für zwischenmenschliche Begegnungen geschaffen – ein Ort, an dem der Mensch im Mittelpunkt steht.
In St. Veit an der Glan wird die Geschichte des Krankenhauses weitergeschrieben. Die Wurzeln sind stark, die Zukunft vielversprechend. Und während wir auf die nächsten 150 Jahre anstoßen, wissen wir: Hier wird nicht nur geheilt – hier wird auch gelebt.
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