Heute ist der 1.05.2026 und in Spittal an der Drau stehen die Anliegen der Arbeitnehmer im Mittelpunkt. Anlässlich des Tags der Arbeit hat René Willegger, der Landesvorsitzende des ÖGB Kärnten und Abgeordneter im Landtag, eindringlich auf den Kaufkraftverlust hingewiesen, der viele Kärntnerinnen und Kärntner betrifft. „Die Preise steigen schneller, als die Maßnahmen greifen“, betont er und fordert mehr Unterstützung für die heimische Bauwirtschaft. Als ehemaliger Schlosser-Lehrling bei FunderMax kennt Willegger die Herausforderungen aus erster Hand und setzt sich leidenschaftlich für die Rechte der Arbeiter ein.

Mit einer beeindruckenden Zustimmung von 98,6 % wurde er als Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz bestätigt. Willegger sieht die Angebote der Arbeitgeber nicht als Provokation, sondern als Vorschläge, die unterschiedliche Ziele verfolgen. „Es ist wichtig, ein Ergebnis zu erzielen, das die Inflation berücksichtigt und die Kaufkraft stärkt“, erklärt er. Für die Zukunft plant er, die Hitzeregelung bis 2026 weiterzuentwickeln, wobei er betont, dass die Mehrheit der Branchen ihre Mitarbeiter schützt. „Wir suchen zuerst das innerbetriebliche Gespräch, bevor wir die Behörden einschalten“, so Willegger.

Überstunden und Steuerreform

Ein weiteres zentrales Thema sind die Millionen von Überstunden, die im Wert von Milliarden nicht bezahlt werden. Willegger fordert eine umfassende Reform, da die aktuelle Steuerreform nicht ausreicht, um den enormen Anstieg bei Mieten, Energie und Lebensmitteln zu bewältigen. „Der Staat sollte bei Krisen stärker in den Markt eingreifen und die Preise regulieren“, fordert er. Die Frage, welche Berufsgruppen nach der Pflege auf die Schwerarbeitsliste kommen sollten, bleibt ebenfalls offen und erfordert eine Evaluation der gesetzlichen Regelungen.

„Steuerfreibeträge für Überstunden könnten Unternehmen dazu verleiten, weniger Personal einzustellen“, warnt Willegger. Dennoch sieht er keine drohenden massiven Jobverluste in der Kärntner Bauwirtschaft, da das Land wichtige Impulse setzt. Besonders erfreulich ist die Zunahme junger Mitglieder in der Gewerkschaft für 2026, die durch gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung erreicht werden soll.

Für faire Bezahlung und gegen Sozialbetrug

Willegger hebt auch die Notwendigkeit hervor, ausländische Scheinfirmen zu bekämpfen. „Wir brauchen klare Regeln und öffentliche Aufträge an regionale Betriebe, um Sozialbetrug zu stoppen“, sagt er und gibt eine Zusage an die Kärntner Arbeitnehmer: „Wir setzen uns für faire Bezahlung, Sicherheit und Respekt am Arbeitsplatz ein.“

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In Österreich sind Gewerkschaften ein unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsmarktes. Sie sichern Einkommen und Rechte von Millionen Beschäftigten und verbessern die Arbeitsbedingungen. Rund 98 % der Arbeitnehmer:innen sind durch Kollektivverträge abgesichert, die Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Zuschläge und Urlaubsansprüche regeln. In Zeiten von Teuerung und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen sind Gewerkschaften besonders wichtig, um kollektive Regeln zu schaffen und die Position der Beschäftigten zu stärken.

Die Mitgliedschaft in Gewerkschaften ist in Österreich freiwillig, und viele Menschen profitieren von den umfangreichen Unterstützungsangeboten, die von rechtlicher Beratung bis hin zu finanzieller Unterstützung bei unverschuldeten Kündigungen reichen. Willegger und seine Gewerkschaft setzen sich leidenschaftlich dafür ein, dass die Stimme der Arbeiter gehört wird und dass ihre Rechte gewahrt bleiben. „Gemeinsam können wir viel erreichen“, schließt er optimistisch.