Heute ist der 5.06.2026 und während die Sonne über Spittal an der Drau aufgeht, werfen wir einen Blick auf die spannende, wenn auch nicht ganz einfache Welt der Systemgastronomie in Österreich. Es ist schon komisch, wie trotz steigender Preise die Fastfood-Welle nicht abreißt. Domino’s hat zwar in Österreich das Handtuch geworfen, aber die großen Namen wie KFC, L’Osteria und Le Burger sind auf der Suche nach neuen Standorten. Die Systemgastronomie zeigt sich also als ziemlich resistent gegen die wirtschaftlichen Widrigkeiten, die uns alle betreffen. Laut Branchenradar sind die Preise in der Systemgastronomie in den letzten fünf Jahren um 30 bis 45 Prozent gestiegen. Da fragt man sich schon: Wo soll das noch hinführen?

KFC hat kürzlich einen neuen Flagship-Standort in Wien Mitte – The Mall eröffnet, und auch Kaiser’s plant neue Filialen im City Center Amstetten und in St. Pölten. Es ist schon beachtlich, wenn man bedenkt, dass Österreich mittlerweile 200 McDonald’s-Standorte hat. Mit 22 Filialen pro Million Einwohner haben wir sogar Großbritannien und Deutschland überholt. Nur Frankreich hat noch mehr McDonald’s-Standorte pro Kopf. Das zeigt, dass wir hierzulande anscheinend eine Vorliebe für Fastfood haben – trotz der steigenden Kosten.

Die Preisentwicklung im Fastfood-Sektor

Die Preissteigerungen sind jedoch nicht ohne Folgen. Zwischen 2020 und 2025 haben sich die Verkaufspreise in der Fast Food-Systemgastronomie um satte 43% erhöht – und das ist nicht zu übersehen. Die klassische Gastronomie hat es zwar auch nicht leicht gehabt, aber das Fastfood-Segment hat sich in den letzten Jahren auf eine Art und Weise entwickelt, die man fast als paradox bezeichnen könnte. Rabatte und Gutscheine haben die Preissteigerungen ein wenig abgeschwächt, aber letztlich bleibt eine Erhöhung von 25 bis 30% stehen, was etwa der Inflation entspricht. Der Umsatz der Systemgastronomie lag im Vorjahr bei 1,15 Milliarden Euro – ein Plus von 8,4% im Vergleich zu 2024. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass die allgemeine Nachfrage im Fastfood-Sektor etwas rückläufig ist.

In einem Markt, in dem Burger King neue Filialen eröffnet hat und Umsatzwachstum erzielt, hat die altehrwürdige Marke McDonald’s hingegen Marktanteile verloren. Laut der Studie „Fast-Food in Österreich 2023“ sind die Umsätze im Fastfood-Bereich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Umsatz wuchs um gerade einmal 3,5% im Vergleich zum Vorjahr. Und das, wo der Gesamtumsatz der Gastronomie um 46% gestiegen ist. Da fragt man sich, ob der Fastfood-Klassiker da vielleicht etwas im Trend verpasst hat.

Wo stehen wir wirklich?

Es ist schon faszinierend, wie die Systemgastronomie in Österreich trotz aller Herausforderungen weiter boomt – auch wenn die Dynamik in vielen Betriebstypen fehlt. Die Nachfrage hat nachgelassen und die Preisanstiege sind nicht zu übersehen. Aber die Fastfood-Lokale punkten mit verlässlichen Öffnungszeiten und guter Erreichbarkeit. Das ist ein wichtiger Faktor, vor allem in unseren stressigen Tagen, wo man manchmal einfach schnell etwas essen möchte, ohne lange suchen zu müssen. KFC, Subway und Co. sind auch in kleineren Bezirksstädten wie Spittal an der Drau und Liezen präsent. Das zeigt, dass man auch abseits der großen Städte nicht auf Fastfood verzichten muss – ganz im Gegenteil.

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Bleibt nur zu hoffen, dass die Branche die Herausforderungen der Zukunft meistern kann. Wer weiß, vielleicht wird der nächste große Hit im Fastfood-Sektor schon bald in einem kleinen Ort wie diesem geboren. Denn eines ist sicher: Die Liebe zum schnellen Essen ist in Österreich tief verwurzelt, und die Fans werden auch weiterhin nach ihren Lieblingsgerichten verlangen – egal, was die Preise sagen.