Heute ist der 9.05.2026 und in Spittal an der Drau gibt es einiges zu berichten. Am Freitagabend, als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, hatten rund 100 Fahrgäste des Railjet 856 eine ganz besondere Reise. Der Zug, der täglich von Wien über die Koralmbahn nach Lienz in Osttirol fährt, verließ Villach um 20:26 Uhr in Richtung Spittal an der Drau. Doch kurz nach der Abfahrt kam es zu einem unerwarteten Stopp.

Die Fahrgäste saßen da, ohne auch nur einen Hauch von Information. Nach einer gefühlten Ewigkeit – es waren inzwischen 20 Minuten vergangen – meldete sich endlich der Zugbegleiter: „Es gibt einen Schaden an der Oberleitung, die Wartezeit beträgt ca. 20 Minuten.“ Ein kleiner Trost für die Reisenden, die sich in der Dunkelheit nach dem Grund für die Verzögerung sehnten. Letztlich kam der Railjet erst um 1:02 Uhr in Villach an, nach dreieinhalb Stunden Wartezeit. In dieser Zeit wurde auf Notbeleuchtung umgeschaltet, und die WC-Anlagen waren außer Betrieb – ein echtes Abenteuer, könnte man sagen.

Evakuierung und Unterstützung

Die Situation wurde schnell ernst, als die Einsatzleitung der ÖBB die Sicherung des Gleiskörpers übernahm. Eine geordnete Evakuierung von insgesamt 203 Fahrgästen wurde eingeleitet. Komischerweise verlief diese Evakuierung ruhig, strukturiert und diszipliniert. Die Passagiere wurden über mobile Stege in Sicherheit geleitet, ein Bild, das einem fast ein wenig Hoffnung gibt – auch in Krisenzeiten kann man wohl mit Menschlichkeit rechnen.

Nach der Evakuierung stand der Rettungsdienst bereit, um die gestrandeten Reisenden zu betreuen. Und die ÖBB waren nicht allein – die Freiwillige Feuerwehr Landeck war mit vier Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften zur Stelle, unterstützt von der Feuerwehr Zams und dem Roten Kreuz, das mit vier Rettungstransportwägen und sieben Sanitätern anrückte. Es gab auch Polizeipräsenz, um alles zu koordinieren. Der Schienenersatzverkehr brachte die Passagiere schließlich mit Bussen zum Bahnhof Landeck-Zams. Ein reibungsloser Ablauf, für den sich die Beteiligten gegenseitig dankten.

Ein Blick auf die Ursachen

Der Grund für diese ganze Aufregung? Eine unterbrochene Oberleitung, die den Zug zum Stehen brachte. Zudem gab es einen Gleisschaden am Nebengleis, was die Sache nicht einfacher machte. Die ÖBB entschuldigten sich am Samstag für die Unannehmlichkeiten und kündigten an, dass der Vorfall zu Beginn der Woche untersucht wird. Na, das wird spannend – vielleicht gibt es ja bald eine Aufklärung, die das Rätsel um die Oberleitung löst.

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In einer Welt, in der alles immer schneller und reibungsloser gehen soll, ist es manchmal gut zu wissen, dass hinter den Kulissen Menschen stehen, die sich um die Sicherheit der Reisenden kümmern. Auch wenn der Abend für die Passagiere nicht nach Plan verlief, bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können. Aber hey, das ist Österreich – hier wird selbst aus einem schiefgegangenen Reiseabenteuer eine Geschichte, die man später mit einem Schmunzeln erzählt.