Am Pfingstmontag, dem 25. Mai, kam es zu einem besorgniserregenden Vorfall in einem Hotel am Katschberg. Gegen 18:30 Uhr wurde Alarm ausgelöst, nachdem mehrere Gäste im Wellnessbereich über Atemwegsreizungen und starken Husten klagten. Der intensive Chlorgeruch war für alle Anwesenden deutlich wahrnehmbar. Sofort wurde der betroffene Bereich geräumt, und das Hotelpersonal zeigte sich umsichtig, indem es die Gäste vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte evakuierte.
Ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei folgte auf dem Fuße. 19 Fahrzeuge und 138 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren aus Rennweg, St. Peter/Oberdorf, Kremsbrücke, Spittal, Gmünd und St. Michael/Lungau waren im Einsatz. Sie führten umfassende Belüftungsmaßnahmen durch, während Feuerwehrleute in Schutzanzügen der Stufe 3 den Technikraum kontrollierten. Dabei wurde festgestellt, dass ein technischer Defekt an der Chlordosieranlage wahrscheinlich die Ursache für den Chlorgasaustritt war.
Medizinische Maßnahmen und Evakuierung
Insgesamt wurden zwölf Personen zur medizinischen Abklärung in die Krankenhäuser Tamsweg, Spittal an der Drau und Villach gebracht. Unter den Betroffenen befand sich auch eine minderjährige Person, die mit einem Notarzthubschrauber ins Klinikum Villach geflogen wurde. Glücklicherweise schien keine akute Lebensgefahr zu bestehen, dennoch war die Situation für die Anwesenden alles andere als angenehm. Der starke Husten und die Atemwegsreizungen waren für viele eine unerwartete, unangenehme Erfahrung.
Die Feuerwehr, die mit Atemschutzgeräten ausgerüstet war, führte die notwendigen Belüftungsmaßnahmen durch, um den Wellnessbereich schnellstmöglich wieder sicher zu machen. Nach intensiven Bemühungen konnte der Einsatz schließlich beendet werden, und die Anlage wurde vorerst abgeschaltet und gesperrt.
Fortlaufende Ermittlungen
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. Während der Grund für den technischen Defekt noch unbekannt ist, zeigen die ersten Erkenntnisse, dass eine Chlorüberdosierung zu den gesundheitlichen Problemen geführt haben könnte. Der Wellnessbereich bleibt geschlossen, bis eine gründliche Untersuchung abgeschlossen ist und die Sicherheit der Gäste gewährleistet werden kann.
Für die betroffenen Gäste und das Hotelpersonal war dies ein Schock. Die Vorstellung, in einem Wellnessbereich Entspannung zu suchen und stattdessen mit Atemwegsreizungen konfrontiert zu werden, ist alles andere als erfreulich. Solche Vorfälle werfen auch Fragen zur Sicherheit und Wartung von technischen Anlagen auf, die in Freizeiteinrichtungen eingesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.