Am Karsamstag, gegen 18:45 Uhr, brach in Pudlach, Kärnten, ein Feuer in einem Wirtschaftsgebäude aus. Die ersten Alarmglocken läuteten, als Nachbarn und der Besitzer selbst die Feuerwehr informierten. Als das Feuer wütete, waren es vor allem die Angehörigen der Familie, die beherzt versuchten, erste Löschmaßnahmen zu ergreifen. So schnell wie möglich wurden dann die Feuerwehren aus Lavamünd, Neuhaus, Bach, Schwabegg, Ettendorf und Bleiburg alarmiert. Rund 90 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, die bedrohlich aus dem Gebäude schlugen.
Nach intensiven Ermittlungen durch die Brandermittler des Bezirkspolizeikommandos stellte sich heraus, dass die Ursache für das Feuer in den Funken eines nahegelegenen Osterfeuers zu suchen war. Ein tragisches Beispiel dafür, wie schnell ein eigentlich fröhliches Fest in eine gefährliche Situation umschlagen kann.
Sichere Brauchtumspflege
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auf die Sicherheitsvorschriften rund um Osterfeuer zu achten. Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, betont die Notwendigkeit, solche Feuer bei der zuständigen Behörde anzumelden. Nur so können Fehleinsätze der Feuerwehr vermieden werden! Und wenn man dann tatsächlich ein Osterfeuer plant, sollte man unbedingt darauf achten, nur trockenes Material wie Pflanzenreste und unbehandeltes Holz zu verwenden. Brennmaterial vor dem Anzünden umschichten – das klingt vielleicht banal, ist aber wichtig, um Tiere nicht in eine Flammenfalle zu treiben.
Außerdem gilt es, einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern zu Gebäuden und Bäumen einzuhalten. Und die Straße? Da sind sogar 100 Meter Pflicht! Wer da nicht aufpasst, könnte nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr bringen. Man muss auch die Windrichtung im Blick haben, um zu verhindern, dass Funkenflug und Rauch die Nachbarn stören oder schlimmer noch, Brände verursachen.
Die Verantwortung der Feuerwehren
Klar ist: Die Feuerwehren tragen eine große Verantwortung. Sie sind nicht nur für den sicheren Ablauf der Veranstaltung zuständig, sondern müssen auch auf mögliche Brandverletzungen und Fehlalarme durch Rauchentwicklungen vorbereitet sein. Bei der Planung der Feuerstelle sollten die Veranstalter unbedingt die örtlichen Auflagen beachten – dazu gehört auch, dass Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienst freigehalten werden müssen. Schließlich möchte niemand, dass die Retter im Ernstfall im Stau stecken bleiben!
Und im Fall der Fälle – wenn das Feuer doch einmal außer Kontrolle gerät – sollte man sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren. Das gilt auch für kleinere Verbrennungen, die am besten sofort mit Wasser gekühlt werden sollten. Allerdings nur maximal 10 Minuten lang, damit die Wassertemperatur zwischen 10 und 20 Grad Celsius bleibt – sonst kann das eher schaden als helfen. Und bei größeren Verletzungen ist schnelles Handeln angesagt: Primär ablöschen und den Notarzt rufen.
Ostern, das Fest der Auferstehung, zieht viele Menschen an die Feuerstellen. Aber es ist auch die Zeit, in der immer wieder die Wichtigkeit der Sicherheit in den Vordergrund rückt. Die Feuerwehren sind während dieser Feiertage rund um die Uhr einsatzbereit, um Schlimmeres zu verhindern. Und so sollte es auch sein, denn ein fröhliches Osterfest soll nicht durch unachtsames Handeln in Gefahr gebracht werden.