Heute ist der 6.05.2026, und in Kärnten brodelt es. Die Fachgruppe Gastronomie hat eine klare Absage an die geplante Kaution für Gastgärten in Klagenfurt erteilt. Die Idee, eine finanzielle Sicherheit für den Fall einer Insolvenz zu verlangen, stößt nicht nur auf Unverständnis, sondern auch auf scharfe Kritik. „Das ist einfach nicht nachvollziehbar“, sagt Gastronomie-Obmann Stefan Sternad und bringt damit auf den Punkt, was viele in der Branche denken. In Zeiten steigender Kosten und Personalknappheit wirkt diese Maßnahme wie ein zusätzlicher Stein im Gepäck der Betriebe.
Die Kaution soll eigentlich dazu dienen, den Abbau von Gastgarten-Elementen im Insolvenzfall zu finanzieren. Doch Sternad sieht darin ein unverhältnismäßiges Risiko für wirtschaftlich solide Betriebe. Er fragt sich, warum ein Einzelfall die gesamte Gastronomie unter Generalverdacht stellen sollte. „Das ist europaweit ungewöhnlich und einfach nur ungerecht“, so seine Worte. Die Gastronomie ist schließlich ein entscheidender Faktor für die Belebung der Innenstadt. Sie schafft Atmosphäre, zieht Besucher an und sorgt für Arbeitsplätze.
Wirtschaftsfeindlich und bürokratisch
Doch das ist noch nicht alles. Auch WK-Bezirksstellenobmann Franz Ahm äußert sich deutlich kritisch: „Eine Stadt mit eigenen Budgetproblemen sollte nicht von den Betrieben zusätzliche Sicherheiten verlangen!“ Hier wird deutlich, dass nicht nur die Kaution an sich, sondern auch die dahinterstehende Logik auf Widerstand stößt. Ahm fordert die sofortige Rücknahme dieser Maßnahme und mehr Unterstützung für die Gastronomie, die ohnehin schon unter Druck steht.
Die Branche leidet derzeit unter steigenden Preisen und wachsender Bürokratie. Sternad und Ahm sind sich einig, dass es viel sinnvoller wäre, die Effizienz in der Stadtverwaltung zu steigern, anstatt neue finanzielle Hürden aufzubauen. „Wir sind bereit, gemeinsam mit der Stadt Lösungen zu finden, aber nicht unter dem Druck zusätzlicher finanzieller Belastungen“, so der Gastronomie-Obmann. Es geht darum, die Gastronomie als Teil des städtischen Lebens zu fördern, nicht zu behindern.
Gastgärten als Lebenselixier
Gastgärten sind mehr als nur ein Ort zum Verweilen. Sie tragen zur Aufenthaltsqualität bei und beleben die Innenstadt. Wenn wir uns umschauen, sehen wir, wie wichtig diese Plätze für das soziale Leben sind. Die Kärntner Gastronomie fordert daher: „Keine Gastgarten-Kaution in Klagenfurt, mehr Hausverstand, weniger Bürokratie!“ Es ist ein Aufruf, der auf mehr Verständnis und Unterstützung für die Branche abzielt. Denn die Gastronomie ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sie ist Teil unserer Kultur und Identität.
Darüber hinaus zeigt sich, dass der Gastronomiemarkt im Wandel ist. In den letzten Jahren haben sich neue Konzepte herausgebildet – von Food-Trucks über digitale Roboter bis hin zu modernen Catering-Services. Diese Entwicklungen tragen zur Diversität der Branche bei und sollten gefördert, nicht bestraft werden. Wenn wir die Gastronomie in Klagenfurt stärken wollen, müssen wir auf die Bedürfnisse der Betriebe hören und sie nicht mit unnötigen bürokratischen Hürden belasten.