Heute, am 9. Juni 2026, gab es in Klagenfurt-Land einen besonderen Grund zum Feiern. Der Ehren-Oberbrandrat Gerfried Bürger, ein wahres Urgestein der Feuerwehr, wurde mit der KAT-Medaille in Gold ausgezeichnet! Eine Auszeichnung, die nicht nur glänzt, sondern auch für unzählige Stunden des Engagements und der Hingabe steht. Die Ehrung wurde von Landtagspräsident Andreas Scherwitzl überreicht, der sich in seiner Rede nicht zurückhielt, die Verdienste Bürgers für das Kärntner Feuerwehrwesen und den Katastrophenschutz zu loben. Zu den Gästen zählten auch die Landtagsabgeordneten Ruth Feistritzer und Herbert Gaggl, die sicherlich beeindruckt waren von der Würdigung eines Mannes, der als Pionier und Vorbild im Katastrophenschutz gilt.
Gerfried Bürger hat in seiner Laufbahn als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krumpendorf und in verschiedenen Führungspositionen wie dem Abschnitts- und Bezirksfeuerwehrkommandanten sowie als überregionaler Einsatzleiter maßgeblich zur Gründung der KAT-Züge beigetragen. Das ist keine Kleinigkeit! 2010/11 erhielt er den Auftrag, KAT-Züge in Kärnten aufzustellen, und wurde der erste KAT-Zug-Beauftragte, der den KAT-Zug III (Klagenfurt Land und Stadt) befehligte. Es ist kaum zu fassen, wie viel Leidenschaft und Energie in diesem Mann steckt, der bereits Träger der KAT-Medaille in Silber und des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich ist.
Die Rolle des KAT-Dienstes
Ein wesentlicher Bestandteil der Kärntner Feuerwehr ist der Katastrophenhilfsdienst (KAT-Dienst). Dieser Dienst unterstützt örtliche Feuerwehren bei Großschadensereignissen oder Katastrophen – eine Aufgabe, die oft von enormer Bedeutung ist. Zum Beispiel sorgt der KAT-Dienst für die Ablösung von Feuerwehrmitgliedern und bildet notwendige Reserven vor Ort. So etwas ist Gold wert, besonders in Krisensituationen!
Die KAT-Züge in Kärnten sind ein Paradebeispiel für diesen Dienst. Mit fünf gesetzeskonformen KAT-Zügen, deren Zusammensetzung aus Mannschaften, Einsatzfahrzeugen und Geräten der Feuerwehren der Bezirke besteht, ist man für jede Herausforderung gewappnet. Diese Züge bestehen aus 60 bis 80 Einsatzkräften und 10 bis 15 Fahrzeugen, je nach Schadenslage. Regelmäßige Schulungen der Mitglieder, mit einem Schwerpunkt auf Naturkatastrophen, Waldbränden, Hochwasser und Erdbebenrettung, sorgen dafür, dass sie jederzeit bereit sind, wenn das Unvorhersehbare eintritt.
Vorbereitung auf das Unvorhersehbare
Ein weiterer wichtiger Teil des KAT-Dienstes sind die Katastrophenlager. In Klagenfurt und Villach gibt es zentrale KAT-Lager, ergänzt durch vier dezentrale Lager in Kirchbach, Sachsenburg, Althofen und St. Andrä. Diese Lager sind vollgepackt mit Handwerkzeugen, Zelten, Sandsäcken und Notstromaggregaten. Es ist beruhigend zu wissen, dass bei Bedarf alles bereitsteht, von Küchencontainern bis hin zur Ausrüstung zur Wasseraufbereitung.
Doch das ist noch nicht alles. Bei Waldbränden stehen spezielle Unterstützungselemente bereit, und ein Feuerwehrflugdienst sorgt dafür, dass Material und Ausrüstung zu den Einsatzstellen geflogen werden können. Feuerwehrflughelfer mit spezieller Ausbildung koordinieren diese Einsätze und arbeiten eng mit Luftfahrzeugen des Bundesministeriums für Inneres und des Österreichischen Bundesheeres zusammen. Das klingt alles nach einem gut geölten System, das für jede erdenkliche Situation gewappnet ist.
Gerfried Bürger hat mit seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Vision den Katastrophenschutz in Kärnten nicht nur maßgeblich geprägt, sondern auch für die gesamte Region einen Unterschied gemacht. Es ist klar, dass sein Wirken weit über die Grenzen der Feuerwehr hinausgeht. Die Gemeinschaft hat einen Mann, der nicht nur für Sicherheit sorgt, sondern auch als Inspiration dient. Ein wahrer Held des Alltags!