Ein neues Stadtviertel, das sich auf dem ehemaligen Kucherhofareal am St. Veiter Ring in Klagenfurt entfalten soll, steht vor der Tür! „Avantgardens“ heißt das vielversprechende Projekt, das von der Kollitsch-Gruppe ins Leben gerufen wird. Diese hat das Areal von der Landwirtschaftskammer erworben und, um ehrlich zu sein, die Vorfreude auf die ersten Bauarbeiten steigt. Obwohl das Projekt durch einige Verzögerungen gehemmt wurde, rückt der Baustart näher. Offiziell soll es Ende 2026 oder Anfang 2027 losgehen.
Mit einem beeindruckenden Projektvolumen von 200 Millionen Euro wird „Avantgardens“ nicht nur die Landschaft Klagenfurts verändern, sondern auch einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz legen. Fernwärme, Fernkälte und ein durchdachtes Mobilitätskonzept, das Car-Sharing, Lasten- und Nextbike-Leihräder sowie den öffentlichen Verkehr umfasst, sind integrale Bestandteile des Plans. Das klingt doch nach einem zukunftsfähigen Lebensraum, oder?
Eine neue Ära der Stadtentwicklung
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat kürzlich ein neues Forschungsvorhaben angekündigt, das sich mit der Entwicklung neuer Stadtquartiere beschäftigt. Im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) wollen die Experten herausfinden, wie Kommunen neue Quartiere schneller, bezahlbarer und zukunftsfähig gestalten können. Gerade in Deutschland, wo der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsräumen immer drängender wird, sind solche Initiativen Gold wert.
Die Abgabefrist für Angebote in diesem Forschungsvorhaben endet am 24. November 2025. Der Fokus liegt auf der Qualitätssicherung bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere, und es gibt viele spannende Schwerpunkte: von der Zusammenarbeit der Beteiligten über beschleunigte Verfahren bis hin zu nachhaltigen Konzepten. Man könnte fast sagen, dass diese Ansätze eine Art Blaupause für die Entwicklung von „Avantgardens“ bieten könnten.
Quartiere im Wandel
Wenn wir uns das Konzept der Quartiere näher ansehen, wird deutlich, dass sie weit mehr sind als nur geografische Abgrenzungen. Sie sind eigenständige Handlungs- und Planungsräume, die sich durch soziale und infrastrukturelle Eigenheiten auszeichnen. In diesen neuen Stadtquartieren, wie auch in „Avantgardens“, sollen die Bewohner nicht nur ihre alltäglichen Besorgungen erledigen können, sondern auch nachbarschaftliche Beziehungen pflegen – ganz nach dem Motto: Wer kennt, der hilft! Gemeinschaft und Zusammenhalt sind entscheidend für die Resilienz der Quartiere.
Die Herausforderungen, vor denen die Kommunen stehen – sei es Mobilität, Energiewende oder die Bereitstellung von Wohnraum – können sie nicht einfach beseitigen. Doch sie können darauf reagieren und aktiv die Transformation steuern. In vielen Städten und Gemeinden gibt es bereits beeindruckende Projekte, die trotz Schwierigkeiten umgesetzt wurden. Klagenfurt könnte hier bald ein weiteres Beispiel setzen.
So, während wir auf den Baustart von „Avantgardens“ warten, bleibt die Frage: Wie wird sich dieses neue Stadtviertel entwickeln? Werden wir hier ein lebendiges, bezahlbares und klimagerechtes Wohnumfeld erleben? Die Zeit wird es zeigen, aber die Vorzeichen stehen gut!