Das Ende einer Ära: Klagenfurter Minigolfplatz schließt, neues Campingkapitel beginnt
Heute ist der 5.07.2026 und die Nachricht über das Aus für den Klagenfurter Minigolfplatz schwirrt noch in der Luft. Nach 14 Jahren hat der 63-jährige Betreiber, der seine Bahnen gegenüber dem Strandbad Klagenfurt mit viel Leidenschaft und einer Investition von über 100.000 Euro bewirtschaftete, den Schlussstrich gezogen. Es ist schon ein bisschen traurig, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut in diesem kleinen Freizeitparadies steckte – inklusive dem kuriosen kleinen Lindwurm, der die Bahnen zierte. Ein Unterpachtvertrag mit dem vorherigen Campingchef, Thomas Freund, bildete die rechtliche Grundlage für die Aktivitäten des Betreibers. Doch der Vertrag mit den Klagenfurter Stadtwerken, der im Dezember des Vorjahres endete, brachte das Aus. Die Stadtwerke forderten eine geräumte Übergabe und der Betreiber weigerte sich anfangs, den Platz zu verlassen. Die Situation eskalierte, als die Stadtwerke den Zugang zum Gelände sperrten. Der Betreiber stand plötzlich vor verschlossenen Türen und sah nur noch zu, wie die Natur das Gelände übernahm.
Ein Gerichtsantrag, um die Sperre zu stoppen, wurde schließlich fallengelassen. „Ich bin chancenlos gegen die Stadtwerke“, erklärte der Betreiber resigniert, bevor er sein Pensionsgesuch abgab. Es ist ein komisches Gefühl, so eine Ära enden zu sehen. Der Minigolfplatz war nicht nur ein Ort des Spiels, sondern auch ein Treffpunkt für Familien und Freunde, die sich dort nach einem langen Tag am Strand vergnügten.
Neuer Wind weht am Wörthersee
Doch während sich für den einen ein Kapitel schließt, öffnet sich für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group ein neues. Die Gruppe hat sich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung der Klagenfurter Stadtwerke durchgesetzt und plant, den Campingplatz beim Strandbad zu betreiben. Ein frischer Wind, der den alten Platz in neuem Glanz erstrahlen lassen könnte. Der erste Schritt zur Modernisierung umfasst die Erneuerung des Gastronomiebereichs sowie des Rezeptionsgebäudes, die zur Campingsaison 2026 abgeschlossen sein sollen. Die Vision ist klar: Ein neuer Gastronomiebereich soll nicht nur den Campern, sondern auch der lokalen Bevölkerung offenstehen. „Wir möchten eine enge Verzahnung mit der Infrastruktur des Strandbads und den touristischen Angeboten der Region schaffen“, so Otmar Michaeler, CEO der FMTG.
Insgesamt sind umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen bis 2027 geplant, die eine Neugestaltung der Stellplätze, die Errichtung von Mobile-Homes und eine Renovierung der Sanitäranlagen umfassen. Ab 2026 wird der Campingplatz als White Label Platz betrieben, bevor er 2027 unter der Marke Falkensteiner Camping firmiert. Die Stadtwerke begrüßen diese Zusammenarbeit und Bürgermeister Christian Scheider unterstützt die Entscheidung zur Betriebsführung durch die Falkensteiner Gruppe. Ein neues Kapitel, in dem die Falkensteiner Gruppe auch ihr bestehendes Camping-Portfolio um den Standort Klagenfurt erweitert, der bereits Plätze in Zadar und Grubhof umfasst.
Die Falkensteiner Gruppe sieht im Camping ein dynamisches Segment des Tourismus. Und wer weiß, vielleicht wird der neue Platz am Wörthersee bald wieder ein Magnet für Familien und Freunde, die die Natur und die Gemeinschaft suchen – ein bisschen wie der alte Minigolfplatz, jedoch mit frischem Schwung und neuen Ideen. Es bleibt spannend, was die Zukunft bringt und wie der Wörthersee sich weiterentwickeln wird.
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