Heute ist der 3.05.2026, und Klagenfurt am Wörthersee hat Grund zum Feiern! Der renommierte Humbert-Fink-Preis, der alle zwei Jahre an herausragende Autoren vergeben wird, hat in diesem Jahr Bertram Karl Steiner als seinen siebten Preisträger auserwählt. Die Preisverleihung fand am vergangenen Mittwoch im Musilhaus statt, einem Ort, der für seine kulturellen Veranstaltungen bekannt ist. Bürgermeister Christian Scheider und Kulturreferent Stadtrat Franz Petritz überreichten den Preis mit viel Freude und Würde.
Steiner, ein vielseitiger Schriftsteller, wurde 1948 in Neunkirchen geboren und ist ein Sohn des bekannten Malers und Bildhauers Karl Steiner. Sein Werdegang ist beeindruckend: Er begann als Lektor an der Université de Bretagne Occidentale in Brest und fand später seinen Platz in der Kärntner Krone, wo er unter der Leitung von Humbert Fink arbeitete. Seine journalistische Laufbahn führte ihn bis zur Kärntner Tageszeitung, wo er von 1990 bis 2014 als Ressortchef für Kultur tätig war. Ein wahres Schwergewicht in der literarischen Szene! Und nicht zu vergessen: Steiner hat auch das Libretto für die Oper „Maximilian Kolbe“ verfasst – ein echtes Kunstwerk, entstanden in Zusammenarbeit mit dem bedeutenden Autor Eugene Ionesco.
Würdigung und Anerkennung
Die Jury des diesjährigen Humbert-Fink-Literaturpreises, bestehend aus Univ.Prof. Alois Brandstetter und Günter Schmidauer, hat sich für Steiner entschieden, um sein bemerkenswertes Schaffen zu ehren. Kulturjournalistin Irina Lino und Steiners Autorenkollege Günter Schmidauer würdigten ihn während der Zeremonie und hoben seine bedeutenden Beiträge zur deutsch- und slowenischsprachigen Literatur hervor. Es ist eine Anerkennung, die nicht nur den Autor selbst freut, sondern auch einen großen Teil der kulturellen Landschaft Kärntens repräsentiert.
Früher wurde der Preis bereits an namhafte Persönlichkeiten wie Antonio Fian, Engelbert Obernosterer und Anna Baar vergeben. Diese Tradition zeigt, wie wichtig die Förderung von Literatur in Kärnten ist. Der Humbert-Fink-Preis ist damit nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Autoren, die sich in ihren Werken mit der kulturellen Identität und den Herausforderungen der Region auseinandersetzen.
Ein Blick auf die Zukunft
Steiner selbst hat mit zahlreichen Publikationen, darunter das Buch „Gegensätze“ (2014, Hermagoras-Verlag), und seinem Engagement für die slowenische Volksgruppe auf sich aufmerksam gemacht. Sein Eintreten für kulturelle Vielfalt wurde 2010 mit dem „Einspieler-Preis“ belohnt, und das ist nur eine Facette seines Schaffens. Komischerweise hat man den Eindruck, dass Steiners Geschichten und Gedanken viel mehr sind als nur Worte auf Papier – sie sind ein Teil seiner Identität und der Identität vieler in Kärnten.
Mit dem Humbert-Fink-Preis wird nicht nur ein Schriftsteller geehrt, sondern auch eine ganze Kulturgeschichte, die in den Seiten seiner Bücher weiterlebt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Steiners künstlerische Reise weiterentwickeln wird. Denn eines ist sicher: Die Literatur in Kärnten hat mit ihm einen leidenschaftlichen Verfechter, der die Stimmen seiner Mitmenschen in seinen Werken hörbar macht.