Vom Erdbeerfeld zur Familienidylle: Ein Leben im Beerengarten von Himmelberg
Die Natur ruft! Susanne Popp-Kohlweiß und ihr Mann Ingulf haben 2021 den Schritt gewagt, ihre Zelte in Salzburg abzubrechen und sich im malerischen Himmelberg niederzulassen. Der Grund? Ein Eigenheim im Grünen, ein Leben, das sie sich immer gewünscht haben. Und was könnte da besser passen als der Beerengarten, den Susannes Schwiegermutter seit etwa 30 Jahren in Feldkirchen mit viel Liebe bewirtschaftet hat? Hier, wo die Erdbeeren in der Sonne glänzen, fand die Familie nicht nur eine neue Heimat, sondern auch eine Leidenschaft.
Susanne, eine Biologin mit einem beeindruckenden Hintergrund in Wissenschaft und Naturschutz, hatte bereits Erfahrung im Erdbeerfeld. Die körperliche Arbeit im Freien, das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen – das ist für sie eine wahre Erfüllung. Die Erntezeit ist jedoch eine Herausforderung: Von 5 Uhr morgens bis nach 19 Uhr abends ist sie im Einsatz, während ihre Kinder im Kindergarten sind oder mithelfen, wenn es nötig ist. Es ist ein wahres Familienunternehmen, das durch die Unterstützung von Freunden und Nachbarn bei Arbeitsspitzen getragen wird.
Ein bunter Garten voller Köstlichkeiten
Im Beerengarten in Himmelberg gedeihen nicht nur Erdbeeren, sondern auch Ribisel, Jostabeeren, Blumen, Gemüse und Zierkürbisse. Die Familie vermarktet ihre Produkte direkt und ist dadurch unabhängig vom Großhandel. Mit einem liebevoll gepflegten Areal von rund 3 Hektar, auf dem Erdbeeren, Strauchbeeren, Blumen und Gemüse angebaut werden, zieht der Garten die Aufmerksamkeit von Passanten an. Der Duft der reifen Früchte vermischt sich mit den Farben der Blumen – ein Anblick, der zum Verweilen einlädt.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Susanne ein großer Vorteil. Die ruhigen Monate von Mitte November bis Mitte Februar nutzen sie für Planung und Bilanzierung. „Es ist einfach schön, diese Zeit mit den Kindern zu verbringen“, sagt sie, während sie durch die Felder geht. Das Leben in der Natur hat ihr eine neue Perspektive gegeben, und die Rad- und Wanderwege entlang der Tiebel bieten ihr die Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden und die Seele baumeln zu lassen.
Regionalität und Vernetzung
In einer Zeit, in der die Menschen immer mehr Wert auf regionale Produkte legen, passt das Konzept des Beerengartens perfekt in den Trend. Erfolgreiche Initiativen zur regionalen Lebensmittelversorgung leben von Netzwerken – hier in Himmelberg wird das deutlich. Die Familie Popp-Kohlweiß ist Teil eines größeren Ganzen. Bürgerinnen und Bürger können sich in diesen Initiativen einbringen und so zur Schaffung von Wertschöpfungsräumen in der Region beitragen.
In vielen Städten und Regionen gibt es bereits Ernährungsräte, die sich für nachhaltige Ernährungssysteme einsetzen. Diese Netzwerke setzen sich aus Menschen aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Bildung und Politik zusammen. Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Ernährung vor Ort zu verbessern und die Landwirtschaft zu unterstützen. So wird auch die Arbeit von Susanne nicht nur als individuelles Projekt wahrgenommen, sondern als Teil eines bedeutenden Wandels hin zu mehr Regionalität und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelversorgung.
Wenn man durch den Beerengarten schlendert, spürt man die Leidenschaft, die hier in jede Pflanze gesteckt wird. Die Kombination aus harter Arbeit, Familienleben und der Liebe zur Natur ergibt ein harmonisches Gesamtbild. Und genau das macht den Beerengarten in Himmelberg zu einem kleinen Paradies für alle, die frische, regionale Produkte schätzen.
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