Vom Ballermann zum Paradies: Die bewegenden Geschichten österreichischer Auswanderer auf Bali
In den letzten Wochen hat der Kärntner TV-Produzent Manuel Sackl von One Story TV die traumhaften Strände Balis besucht. Ja, genau, die Insel der Götter, bekannt für ihre üppige Natur und das entspannte Lebensgefühl. Von April bis Mai hat er dort sechs TV-Beiträge für ServusTV und das ZDF realisiert. Ein echtes Abenteuer, das er mit der Reihe „Furt von Dahoam: Servus Österreich – Hallo Bali“ dokumentiert hat. Da steckt eine Menge Planung und Organisation dahinter, und Sackl war für die gesamte Umsetzung der Dreharbeiten verantwortlich. Er hat sich nicht nur in die Kultur eingetaucht, sondern auch in die Geschichten von Österreichern, die auf Bali ein neues Leben beginnen oder nach Jahren zurückgekehrt sind.
Fünf dieser Beiträge erzählen von persönlichen Schicksalen, von Erfolgen und der Suche nach einem neuen Lebenskonzept. Es geht um Herausforderungen, die Auswanderer so mit sich bringen – Entscheidungen, die zwischen Österreich und Bali abgewogen werden müssen. Vom 13. bis 16. Juli werden vier dieser bewegenden Geschichten täglich bei „Servus am Abend“ auf ServusTV ausgestrahlt. Der fünfte Beitrag, der sich um die Weihnachtszeit dreht, steht bereits in den Startlöchern. Sackl hebt die besonderen Herausforderungen internationaler Produktionen hervor, betont aber auch die spannenden Menschen und Geschichten, die er trifft. One Story TV hat seinen Sitz in Feldkirchen, wo Sackl und sein Team diese einzigartigen Geschichten zum Leben erwecken.
Ein ungeschönter Blick auf das Auswandererleben
Ein Beispiel für die Herausforderungen des Lebens auf Bali ist Patrick Naumann, ein ehemaliger Ballermann-Star und TV-Auswanderer. Er hat kürzlich seine Frau Mega Titik Pur Yanti verloren, die nach einer kurzen, schweren Krankheit vor laufender Kamera in der Doku «Goodbye Deutschland» starb. Ihr Tod hat nicht nur ihn, sondern auch die Zuschauer emotional getroffen. Patrick kämpft nun mit Existenzangst und drohender Abschiebung. Mega hatte ihn aus dem Gefängnis geholt, in dem er wegen Drogen-Schmuggels saß. Eine dramatische Liebesgeschichte, die auch zeigt, wie zerbrechlich das Leben auf Bali sein kann.
Nach dem Tod seiner Frau steht Patrick vor der Herausforderung, einen neuen Bürgen aus der Familie zu finden, um in Bali bleiben zu können. Sein Sohn Okky könnte als Bürge infrage kommen, wusste jedoch nichts von Patricks krimineller Vergangenheit. Das macht die Situation nicht einfacher. Patrick hat aufgrund seiner Bewährungsstrafe bis Ende 2029 keine Möglichkeit, aktiv zu arbeiten, und hat nur die Option, passiv tätig zu sein. Ein geplanter T-Shirt-Handel mit einer Freundin scheiterte an hohen Kosten. In dieser schwierigen Lage hat er Sozialhilfe in Deutschland beantragt und hofft auf einen Neuanfang.
Bali – Ein Traum für viele, aber nicht ohne Hürden
Bali zieht Menschen aus aller Welt an – Abenteurer, Auswanderer und digitale Nomaden, die vom charmanten Lebensstil, der Natur und den niedrigen Lebenshaltungskosten angezogen werden. Die Insel bietet ein tropisches Klima, eine faszinierende Kultur und die Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld zu studieren. Bildungseinrichtungen wie die Udayana University oder das Institut Seni Indonesia Denpasar bieten eine breite Palette an Studienmöglichkeiten, und das alles zu vergleichsweise günstigen Preisen.
Ein Leben auf Bali ist für viele verlockend, da die Lebenshaltungskosten um 56 % günstiger sind als in Madrid und sogar 63 % günstiger als in New York! Aber das Leben hier hat auch seine Herausforderungen. Verkehr, Umweltverschmutzung und bürokratische Hürden können das Paradies schnell in einen Albtraum verwandeln. Die Gesundheitsversorgung, auch wenn sie in privaten Krankenhäusern gut ist, hängt stark vom Visa-Status ab. Es ist ein ständiger Balanceakt, der viel Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erfordert.
Aber trotz all dieser Hürden bleibt Bali ein sicherer Ort mit einem Safety Index von 66 Punkten, besonders in Regionen wie Sanur, Ubud, Canggu und Nusa Dua. Motorräder sind das beliebteste Fortbewegungsmittel, und mit einem internationalen Führerschein oder einer indonesischen Fahrerlaubnis kann man die Insel erkunden. Wer einen längeren Aufenthalt plant, sollte sich mit den verschiedenen Visa-Optionen auseinandersetzen. Es bleibt spannend, was die Zukunft für all diese Träumer und Abenteurer bereithält.
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