Am 5. Mai ist es wieder so weit, der internationale Welthebammentag steht vor der Tür! Ein ganz besonderer Tag, um die Heldinnen des Alltags zu feiern – die Hebammen. Heute möchte ich euch eine ganz besondere Hebamme aus dem Bezirk Feldkirchen vorstellen: Simone Prüß. Sie ist das lebendige Beispiel dafür, wie viel Herz und Leidenschaft in diesem Beruf stecken. Ihre Reise begann schon früh, als sie sich von der Entwicklung von Kindern inspirieren ließ. Nach ihrer Ausbildung zur Elementarpädagogin folgte der Schritt an die Fachhochschule Klagenfurt, wo sie ihre Hebammenausbildung absolvierte. Das ist nun schon 13 Jahre her!

Simone hat in verschiedenen Krankenhäusern in Österreich und Deutschland gearbeitet, unter anderem an der Universitätsklinik Graz und im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit. Seit einigen Jahren ist sie als selbstständige Hebamme unter dem Namen „Hebamme Bauchgefühl“ tätig. Ihr Ansatz ist es, Frauen vom Kinderwunsch bis zum Wochenbett zu begleiten und ihnen in verschiedenen Lebensphasen zur Seite zu stehen. Sie sagt, dass ihr Alltag nie festgelegt ist – sie ist immer dann für die Familien da, wenn sie gebraucht wird. Ein wahrhaft flexibles Leben, das viel Engagement erfordert!

Ein wichtiger Beruf mit Herausforderungen

Im Rahmen des diesjährigen Welthebammentags steht das Motto „Eine Million Hebammen mehr“ im Vordergrund. Simone betont, dass in Österreich zwar viele Hebammen gut ausgebildet sind, doch oft ist ihr Engagement in der Schwangerschaftsvorsorge unzureichend. Oftmals wünscht sie sich eine kontinuierliche Begleitung für Schwangere, um deren Bedürfnisse besser zu unterstützen. Mit mehreren hundert Geburten, die sie bereits begleitet hat, betreut sie jetzt rund 40 Familien pro Jahr. Das ist eine stolze Zahl!

Die Bedeutung von Hebammen ist unbestritten. Schwangerschaft und Geburt sind prägende Lebensphasen für Frauen und Familien. Hebammen, wie Simone, sind die einzige Berufsgruppe, die speziell für die Begleitung des Eltern- und Familie-Werdens ausgebildet ist. „Frauen zahlen den Preis“, so lautet eine Petition des Deutschen Hebammenverbandes, die rund 150.000 Unterschriften gesammelt hat. Es wird eine 1:1-Betreuung während der Geburt gefordert – eine Forderung, die auch hierzulande dringend gehört werden sollte. Gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung für Hebammen sind notwendig, um diesen wichtigen Beruf nachhaltig zu sichern.

Der Blick über die Grenzen

Doch nicht nur in Österreich gibt es Herausforderungen. Die WHO fordert eine Betreuung werdender Mütter durch bekannte Hebammen oder kleine Hebammenteams. Dabei wird betont, dass Hebammengeführte Geburtszentren und gemeindebasierte Angebote von entscheidender Bedeutung sind. Es wird sogar davor gewarnt, dass eine Über-Medizinisierung bei der Geburt Risiken mit sich bringen kann. Einige Länder kämpfen mit einer alarmierenden Rate an Kaiserschnitten – bei jeder zweiten Geburt! Hier sollte man dringend umdenken und auf eine Geburtshilfe setzen, die Vertrauen in die natürlichen Abläufe hat.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Simone hat bis 2020 als Redakteurin der österreichischen Hebammenzeitung gearbeitet und teilt seitdem ihr Wissen als nebenberufliche Lehrende an der Fachhochschule Kärnten. Ihr Engagement für die nächsten Generationen von Hebammen ist bemerkenswert. Es ist klar, dass Hebammen eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Lasst uns am 5. Mai und darüber hinaus den Wert ihrer Arbeit würdigen und für bessere Bedingungen kämpfen. Denn jede Geburt ist ein kleines Wunder – und Hebammen sind die, die dabei helfen, dass es zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.